Mit einem sensationellen Sprung hat Markus Rehm dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) die siebte Goldmedaille bei der Leichtathletik-WM in Lyon beschert und dabei die von ihm angestrebte 8-Meter-Marke nur minimal verpasst.

Der unterschenkelamputierte Leverkusener gewann die Weitsprung-Konkurenz mit 7,95 m und verbesserte damit seinen erst vor einer Woche aufgestellten Weltrekord um sagenhafte 41 Zentimeter.

Bei der deutschen Meisterschaft der Nichtbehinderten in Ulm hätte der 24-Jährige damit Rang drei belegt - fünf Zentimeter vor Ex-Europameister Christian Reif. Auf den zweitplatzierten Niederländer Roland Hertog hatte Rehm 1,17 m Vorsprung.

Zuvor hatte die Rostockerin Jana Schmidt Gold im Kugelstoßen geholt. Die 40-Jährige, die ihr rechtes Knie nicht bewegen kann, siegte mit 9,15 m und holte ihren ersten internationalen Titel.

Bei den Paralympics 2012 in London hatte sie Bronze über 100 m gewonnen, in Lyon bereits Silber im Weitsprung.

In ihrer Kugel-Konkurrenz verpasste derweil Anett Jelitte Bronze als Vierte denkbar knapp. Die Magdeburgerin, die nach 1996 durch eine bakterielle Infektion nach einem Kreuzbandriss ihr linkes Bein verlor, kam auf 8,60 m.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel