Freude in Baden-Württemberg - der MTV Stuttgart ist zum vierten Mal Deutscher Meister im Blindenfußball.

Beim Saisonfinale auf dem Schlossplatz in Stuttgart lagen die Schwaben durch einen Sieg gegen den VfB Gelsenkirchen (1: 0) bereits vor dem Spitzenspiel gegen die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg (2:2) uneinholbar vorne.

Die begehrte DFB-Meisterplakette überreichten DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

Die neun Teams der Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) trafen sich nach dem Motto "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft" zum letzten von insgesamt sechs Saison-Spieltagen mitten in der Stuttgarter City.

Für MTV-Coach Ulrich Pfisterer war der Titelgewinn nicht nur wegen des großartigen Zuschauerzuspruchs (ca. 3.500 Besucher) in der Heimatstadt des Vereins ein außergewöhnlicher.

"Es ist ein besonderer Titel für uns, da wir in dieser Saison vor einigen Herausforderungen standen, unter anderem hatten wir mit einigen Verletzungen zu kämpfen." Niersbach und Beucher ehren Meister - "Eindrucksvolles Vorbild für Inklusion!"

Erstmals beim Blindenfußball mit dabei war DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Er nahm gemeinsam mit Friedhelm Julius Beucher die Meisterehrung vor. "Mit der Sepp-Herberger-Stiftung engagieren wir uns seit fünf Jahren intensiv für den Blindenfußball in Deutschland", sagt Niersbach.

"Die Liga ist ein eindrucksvolles Vorbild dafür, wie man mit dem Fußball Grenzen überwinden und den Begriff 'Inklusion' mit Leben füllen kann." Die Serie organisiert die älteste deutsche Fußballstiftung gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband.

"Die DBFL ist ein gelungenes Beispiel für die Kooperation zwischen unserem Verband und dem DFB", unterstreicht Friedhelm Julius Beucher: "Die Stadt-Spieltage im Blindenfußball ermöglichen es, den Behindertensport einem großen Publikum bekannt zu machen und ich bin sicher, dass wir im 'Doppelpass' mit dem DFB noch einiges für Fußballer mit Behinderungen bewegen können."

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