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So war es 2005: Nikolai Walujew (l.) gegen John Ruiz © imago

Box-Riese Walujew liefert sich schon vor dem WM-Fight gegen Ruiz ein ausdauerndes Face-to-Face-Duell. Aber wer überzeugt im Ring?

Berlin - Schwergewichts-Boxer Nikolai Walujew will im WM-Kampf am Samstag in Berlin gegen den US-Amerikaner John Ruiz nicht nur den WBA-Weltmeister-Titel holen, sondern auch boxerisch überzeugen.

Angesprochen auf seine Weiterentwicklung als Boxer antwortete der 2,13 m große Russe bei einer Pressekonferenz: "Es würde viel zu lange dauern, um alle Veränderungen aufzuzählen. Vieles davon werde ich Ihnen am Samstagabend im Ring präsentieren."

Der 36-Jährige, der neuerdings von Alexander Zimin trainiert wird, will dort anknüpfen, wo er beim überzeugenden Punktsieg im WM-Ausscheidungskampf gegen den Weißrussen Sergej Lijachowitsch in Nürnberg Mitte Februar aufgehört hatte.

"Ich fühle mich fit und werde erneut einen guten Kampf abliefern", so Walujew selbstbewusst.

Face-to-Face der Höhepunkt

Der erste Höhepunkt des Aufeinandertreffens von Walujew und Ruiz war das Posieren für die Fotografen während der Pressekonferenz.

Beim Face-to-Face schauten sich Walujew und sein Gegner zwei Minuten lang derart tief in die Augen, dass die Promoter Wilfried Sauerland und Don King einschreiten mussten, um die Blicke der beiden Box-Kolosse zu trennen.

An Ruiz hat Walujew gute Erinnerungen. Gegen den US-Amerikaner hatte der Russe Ende 2005 in Berlin erstmals die WM-Krone gewonnen, ehe er sie im April 2007 nach einer Punktniederlage an Ruslan Tschagajew verlor.

"Ruiz wird WBA-Weltmeister"

"John kommt, um zu gewinnen. Er wird in großer Form sein. Wir können eine Menge erwarten", gibt sich Ruiz-Promoter Don King gewohnt zuversichtlich.

"Sie werden es sehen, John Ruiz wird WBA-Weltmeister", schließt sich Coach Manny Siaca an.

Der Sieger des Duells ist aber nur Weltmeister für eine Übergangszeit. Der verletzte "Champion in Recess" ("Weltmeister in Pause"), muss gegen Tschagajew beweisen, dass er würdig ist, den WM-Gürtel zu tragen.

Der Usbeke musste den Titel zur Verfügung stellen, nachdem er aus Verletzungsgründen zweimal zur Pflichtverteidigung nicht antreten konnte.

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