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Linksausleger Francois Botha errang 28 seiner 47 Siege durch K.o. © imago

Botha schaut über den WM-Fight gegen Hoffmann hinaus und sagt, warum er die Klitschkos nicht mag. Er will einen Rekord brechen.

Von Jürgen Blöhs

München - Der Countdown für die "Büffeljagd" läuft. Am Freitag (22.30 Uhr live im DSF ) kämpft Timo Hoffmann in Magdeburg gegen Francois Botha um den WM-Titel des Verbandes WBF.

Stars wie Stefan Kretzschmar und Sternchen wie DSDS-Halbfinalistin Annemarie Eilfeld fiebern am Ring mit.

Der Südafrikaner Botha stand während seiner Karriere großen Namen gegenüber: Mike Tyson Lennox Lewis, Wladimir Klitschko gehörten zu seinen Gegnern.

Wiedersehen mit Schulz

In Deutschland erinnert man sich aber vor allem an den WM-Fight gegen Axel Schulz am 9. Dezember 1995. In Magdeburg wird es ein Wiedersehen geben: Schulz wird als DSF-Experte am Ring sitzen.

Denn während sein 40-jähriger Kontrahent die Handschuhe nach einer Niederlage gegen Wladimir Klitschko im September 1999 an den Nagel gehängt hatte, um im November 2006 für einen Kampf gegen US-Boxer Brian Minto zurückzukehren, steht sein gleichaltriger Rivale Botha immer noch regelmäßig im Ring.

Botha will den Foreman-Rekord

Und das soll noch eine Weile so bleiben: "Ich will noch ein paar Jahre boxen, das ist mein Leben. Und ich will den Rekord von George Foreman brechen, also muss ich noch 5 Jahre boxen", sagte Botha dem DSF.

Und das mit einem großen Ziel: "Alles was ich will, ist ein Kampf gegen einen der beiden Klitschkos. Sie gelten zur Zeit als die besten Schwergewichtler, aber ich mag ihren Box-Stil nicht. Es wird Zeit, dass wieder ehrliche und harte Boxer nach oben kommen, richtige Kämpfer, so wie ich einer bin", formuliert Botha sein Ziel.

Die "Deutsche Eiche" fällen

Dafür muss Botha seinen 47 Siegen, davon 28 vorzeitig, als Profi im Ring einen weiteren hinzufügen. Ihm ist bewusst, dass das nicht einfach wird: "Ich kämpfe nicht gegen einen kleinen, dicken Trottel, ich kämpfe gegen einen Gegner, der Weltklasse-Niveau hat."

"Ich habe einige seiner Kämpfe gesehen, gegen Vitali Klitschko zum Beispiel, und er konnte auf diesem Level mithalten. Es wird eine Schlacht. Ich bin nicht gekommen, um ihn K.o. zu schlagen, sondern um den Kampf zu gewinnen. Wenn es eine Schlacht über zwölf Runden wird, bin ich darauf vorbereitet", verspricht Botha einen heißen Fight, der nur einen Sieger haben wird:

"Der 'Weiße Büffel' ist zurück in Deutschland, um Timo Hoffmann, die 'Deutsche Eiche' zu fällen", sagte Botha bei seiner Ankunft am Flughafen Berlin-Tegel.

"Klitschko die 100 Prozent vermasselt"

Das will Hoffmann, der von seinen 45 Kämpfen 38 gewonnen hat, verhindern. Der einzige Schwergewichtler, dem es bisher gelang, gegen Vitali Klitschko volle 12 Runden zu gehen, will seine "letzte Chance" auf jeden Fall nutzen.

"Ich bin derjenige, der Klitschko die 100 Prozent vermasselt hat", ist Hoffmann stolz auf die Tatsache, dass "Dr. Eisenfaust" "nur" 36 seiner 37 Siege vorzeitig feiern durfte.

Noch einmal gegen Klitschko

Ein Sieg über Botha würde den 34-Jährigen in der unabhängigen Weltrangliste weit nach oben katapultieren und dem Traum von einem Rückkampf gegen Klitschko einen großen Schritt näher bringen.

"Das ist ein kleiner Verband, aber immerhin ein WM-Titel", so Hoffman im Interview mit Sport1.de. ("Ich fühle mich besser als je zuvor") Ein erster Schritt auf dem Weg zu einem großen Titel.

"Für mich wäre Klitschko auf jeden Fall noch mal ein Gegner", so der SES-Schwergewichtler. Ein Traum, der die Gegner vom Freitag vereint.

"Ich stehe am Scheideweg"

"Botha, das ist ein Riesen-Name im Box-Geschäft, und der Südafrikaner kann das Sprungbrett an die Spitze werden. Natürlich haben wir großen Respekt vor Botha, aber ich bin davon überzeugt, dass Timo ihn schlagen wird", ist SES-Promoter Ulf Steinforth optimistisch.

"Ich stehe am Scheideweg. Der Kampf ist eine ganz große Chance für mich, weiter dabei zu sein. Wenn ich verliere, bin ich nur noch Zuschauer", weiß Hoffmann um die Bedeutung seines 46. Profi-Kampfes.

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