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Timo Hoffmann wechselte 2008 nach seiner Dopingsperre zum Promoter SES © getty

Francois Botha hat Worten Taten folgen lassen. In Runde elf des Schwergewichts-WM-Kampf war Timo Hoffmann schwer angeknockt.

Magdeburg - Die Karriere von Profiboxer Timo Hoffmann steht vor dem Ende.

Der Schwergewichtler unterlag in der Nacht zum Samstag in Magdeburg dem bereits 40 Jahre alten Südafrikaner Francois Botha mit 1:2-Richterstimmen (110:117, 113:114, 114:113) nach Punkten und kassierte damit die siebte Niederlage seiner Laufbahn.

Der 34-Jährige wollte sich durch einen Sieg über den Ex-Weltmeister noch einmal für Titelkämpfe ins Gespräch bringen. Er hat nun allerdings drei seiner letzten vier Kämpfe verloren und muss seinen Traum von einer WM-Chance wohl endgültig begraben.

Die Linie verloren

Der 2,02 Meter große Pollebener begann den Kampf überlegen und konnte gegen den kräftigen "Weißen Büffel" in den ersten drei Runden seine größere Reichweite ausnutzen.

Mit zunehmenden Kampfverlauf verlor er aber immer mehr seine Linie, hielt Botha viel zu wenig auf Distanz und kassierte durch seine schwache Deckung in den letzten beiden Runden schwere Kopftreffer.

In der elften Runde stand der taumelnde Hoffmann kurz vor dem K.o. und musste nach einem Niederschlag angezählt werden. ("Ich fühle mich besser als je zuvor")

Beide vormals des Dopings überführt

Botha hatte 1995 Axel Schulz im Duell um die IBF-WM nach Punkten besiegt. Anschließend wurde ihm der Titel wegen Dopings allerdings aberkannt.

Der Südafrikaner tritt nur noch gelegentlich als Preisboxer an. Seit 2002 bestritt er in der Bördelandhalle erst seinen dritten Fight.

Hoffmann war 2007 in einer A-Probe ebenfalls der Einnahme anaboler Steroide überführt worden. Nach dem Ende seines Vertrages bei Sauerland-Event 2007 wurde er vom Magdeburger Promoter Ulf Steinforth unter Vertrag genommen.

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