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Eine erbitterte Ringschlacht: Susianna Kentikian (r.), Hagar Finer © imago

Susianna Kentikian aus dem Hamburger spotlight-Stall verteidigt ihre WM-Gürtel. Ihre israelische Gegnerin Finer bricht zusammen.

Von Jürgen Blöhs

Düsseldorf - Susianna Kentikian machte ihrem Namen alle Ehre: Einen Tag nachdem die Fliegengewichtlerin vom Welt-Verband WIBF zur "Boxerin des Jahres" gekürt worden war, verteidigte die Kämpferin aus dem Hamburger spotlight-Stall ihre WM-Gürtel der Verbände WIBF und WBA.

Nach einer harten Ringschlacht gegen Herausforderin Hagar Shmoulefeld Finer entschieden die Punktrichter mit 97:93, 98:92, 99:91 eindeutiger zu Gunsten der 20-Jährigen als die 3000 Zuschauer es gesehen hatten.

Würdige Halmich-Nachfolgerin

Die "Killer Queen" zeigte mit dem beherzten Kampf, eine würdige Nachfolgerin von Regina Halmich zu sein, die zur "Kämpferin des Jahrzehnts" erkoren worden war.

Auch Ex-Weltmeisterin Halmich hatte im November 2007 in ihrem letzten Profi-Kampf mit der beherzt kämpfenden Israelin ihre liebe Not.

Für Kentikian war es der 22. Sieg im 22. Profi-Fight. Erstmals war die gebürtige Armenierin mit einem deutschen Pass in den Ring gestiegen.

"Ich habe mich weiterentwickelt"

"Ich habe mich weiterentwickelt", so die Hamburgerin. "Ich musste lernen, auch im Rückwärtsgang Treffer zu setzen. Daran habe ich zuletzt hart gearbeitet."

Und das war nötig, denn Shmoulefeld Finer marschierte zu Beginn des Kampfes pausenlos nach vorn.

"Das hatten wir erwartet", so Kentikian, die ihre Gegnerin im Vorfeld des Kampfes genau studiert hatte. "Ich wusste, ich muss Geduld haben. Sie musste sich auspowern."

Kentikian-Gegnerin bricht erschöpft zusammen

Die Taktik ging auf. Die 1,54 Meter große Hamburgerin übernahm nach klaren Treffern in der sechsten Runde die Initiative und behauptete die Ringmitte.

Bis zum Schluss-Gong lieferten sich die beiden Kontrahentinnen einen spektakulären Schlagabtausch, eine wahre Ringschlacht, die so sehr an den Kräften der Herausforderin zehrte, dass Shmoulefeld Finer nach dem Kampf erschöpft zusammenbrach und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

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