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Chagaev (r.) besiegte Walujew am 14. April 2007 nach Punkten © imago

Der WM-Kampf zwischen dem russischen Riesen und seinem einzigen Bezwinger findet erneut nicht statt. Chagaev erhält keine Kampferlaubnis.

München/Helsinki - Der Mega-Fight zwischen Ruslan Chagaev und Nikolai Walujew ist geplatzt.

Einen Tag vor dem geplanten Duell in Helsinki ist der Kampf um die WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht nach einem dubiosen Vorgang abgesagt worden.

Der finnische Boxverband erteilte Chagaev nach der obligatorischen medizinischen Untersuchung keine Kampferlaubnis, da sich in dessen Blut Hepatitis-B-Erreger befanden.

"Ich hätte diesen Kampf liebend gerne gemacht, aber unter diesen Umständen ist das nicht möglich", sagte Walujew.

Immer noch Ansteckungsgefahr

Chagaev leidet seit Jahren an dieser Krankheit, die aber laut Michael Ehnert, dem Arzt des Universum-Boxstalls von Chagaev, nicht mehr ansteckend sei.

Das Walujew-Lager um Promoter Wilfried Sauerland wollte seinerseits aber die Sicherheit und beantragte einen Nachtest. Dieser ergab offensichtlich, dass noch eine geringe Ansteckungsgefahr bestehe.

"Unsere Priorität gilt Nikolajs Gesundheit. Und die konnte nicht garantiert werden", sagte Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer.

Bereits dritte Absage

Demnach muss die "Revanche des Riesen" zum dritten Mal verschoben werden (WBA-Champion gesucht: Revanche des Riesen?).

Bereits beim ersten angesetzten Termin war über eine Hepatitiserkrankung Chagaevs spekuliert worden, sein Promoter hatte die Absage aber mit einer Entzündung begründet.

2,17-Meter-Riese Walujew hatte das erste Duell der beiden Schwergewichte im April 2007 verloren und das Aufeinandertreffen in der finnischen Hauptstadt als den wichtigsten Kampf seiner Karriere betitelt (Walujew vs. Chagaev ist fix).

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