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2006 verteidigte Arthur Abraham trotz Kieferbruchs seinen WM-Gürtel gegen Edison Miranda © getty

Mittelgewichts-Champ Abraham und will nach dem WM-Fight gegen Mahir Oral die Klasse wechseln. Sein Management zögert noch.

Berlin - "König Arthur" will den "Löwen" Mahir Oral im Ring bändigen und sich als ungeschlagener Champion für höhere Aufgaben empfehlen.

"Ich möchte meinen Abschied im Mittelgewicht mit einem Knockout feiern", sagte der Box-Weltmeister vor dem WM-Kampf nach der Version der IBF am Samstag (22.25 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Immer wieder hatte Abraham zuletzt Probleme mit seinem Gewicht und konnte die Obergrenze seiner Klasse (72,6 kg) nicht einhalten. Der Wechsel ins Supermittelgewicht scheint unvermeidlich.

Hoffen auf den Super-Kampf

Sein Management zögert allerdings noch. "Wir wollen erst den Kampf gegen Oral abwarten und dann entscheiden", sagte Promoter Wilfried Sauerland.

Insgeheim hofft das Abraham-Management noch auf den Super-Kampf gegen Kelly Pavlik. (Superkampf gegen Pavlik rückt näher)

Der US-Boxer hält im Mittelgewicht die Titel der WBC und WBO, ist zurzeit einer der Superstars der Branche und würde eine große Börse garantieren. "Ich würde gern gegen ihn boxen", sagt Abraham. (Abraham will "der Superchampion" sein)

"Arthur schlägt wie ein Pferd"

Am Samstag heißt der Gegner noch Mahir Oral. Der Außenseiter will sich keineswegs schon vor dem Kampf geschlagen geben.

"Arthur schlägt wie ein Pferd, aber ich habe meine Deckung verbessert. Ich will den WM-Gürtel", tönte der 29 Jahre alte Hamburger aus dem Arena-Boxstall.

Der Herausforderer bestritt in seiner Profikarriere 28 Kämpfe, von denen er 25 gewann. Zehnmal siegte er durch K.o.

Gemeinsames Sparring

Titelverteidiger Abraham weiß, was auf ihn zukommt: "Ich kenne Mahir Oral von früher. Wir haben mehrfach zusammen Sparring gemacht. Ich habe mir einen seiner aktuellen Kämpfe auf Video angeschaut."

Der Titelverteidger ist siegessicher: "Er ist sehr aktiv und mit seiner linken Hand gefährlich. Aber ich kriege das hin." ("Das war ein Warnschuss")

Dem möglichen Wechsel in die nächsthöhere Gewichtsklasse sieht sein Trainer Uli Wegner gelassen entgegen: "Arthur kann in bisher 29 Profikämpfen auf 29 Siege verweisen. Er wird im Supermittel ebenfalls seinen Weg gehen", sagte Wegner.

Wenger hat eine Rechnung offen

Der Coach selbst hat im Supermittel noch eine Rechnung offen. "Ich wünsche mir einen Kampf gegen Weltmeister Mikkel Kessler aus Dänemark".

Wegners Schützling Markus Bayer hatte in seinem letzten WM-Kampf 2006 gegen Kessler in Kopenhagen kläglich versagt und durch K.o. verloren.

Eine Woche nach dem spektakulären Fight "auf Schalke" mit der Titelverteidigung von Wladimir Klitschko im Schwergewicht gegen Ruslan Chagaev 120351(Diashow: Promi-Kollision beim Rekordfight) hat sich auch für Berlin viel Prominenz angesagt.

Neben TV-Comedian Oliver Pocher samt Begleitung Sandy Meyer-Wölden sowie Schauspieler Heiner Lauterbach will auch Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus dabei sein.

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