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Jürgen Brähmer gab am 11. Dezember 1999 sein Debüt als Profi-Boxer © imago

Die Schweriner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Boxer - wieder wegen vermeintlicher Körperverletzung.

Dresden - Skandalboxer Jürgen Brähmer soll wieder mal über die Stränge geschlagen haben.

Der 29-Jährige, der am 18. Oktober in Dresden seine erste WM-Chance gegen den WBA-Titelträger Hugo Hernan Garay aus Argentinien bekommt, soll am 31. Mai in einer Schweriner Bar gegen einen anderen Gast handgreiflich geworden sein.

"Ich bin völlig unschuldig. Die Vorürfe sind aus der Luft gegriffen. Ich möchte mich nur auf meinen Kampf konzentrieren", meinte der Halbschwergewichtler: "Auf diese Chance habe ich jahrelang gewartet und hingearbeitet."

Brähmer nur auf Bewährung

Obwohl die Schweriner Staatsanwaltschaft bereits Ermittlungen im Fall der vermeintlichen Körperverletzung aufgenommen hat, sieht Brähmers Boxstall den Kampf nicht gefährdet.

Sollte Brähmer aber eine Straftat nachgewiesen werden, droht ihm ein Gefängnisaufenthalt. Seit seiner Entlassung aus der Haft 2005, die er aufgrund einer gefährlichen Körperverletzung hatte antreten müssen, ist Brähmer nur auf Bewährung auf freiem Fuß.

Erst eine Niederlage

Bereits im Dezember 2007 war ein weiterer Fall von Körperverletzung gegen den Boxer verhandelt worden. Damals sprach das Gericht den Mecklenburger allerdings frei.

Sportlich hat Brähmer in 31 Kämpfen erst eine Niederlage erlitten. Bis Ende 2007 war er im Supermittelgewicht angetreten und rückte dann ins Halbschwergewicht auf.

Ebenfalls in Dresden wird der ungeschlagene Ukrainer Sergej Dsinsiruk antreten, der seinen WBO-Superweltergewichtstitel gegen den Kolumbianer Joel Julio erfolgreich verteidigen will.

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