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Felix Sturm gewann bisher 33 seiner 36 Profikämpfe © getty

Der Mittelgewichtler hat seinen Titel gegen Herausforderer Khoren Gevor erfolgreich verteidigt. Überzeugen kann er erst am Ende.

Nürburgring - Mittelgewichtler Felix Sturm bleibt weiter Box-Weltmeister nach Version der WBA.

In der neugebauten Ring.Arena am Nürburgring verteidigte der 30 Jahre alte Leverkusener seinen Titel gegen seinen Universum-Stallkollegen Khoren Gevor durch einen einstimmigen Punktsieg nach zwölf Runden erfolgreich, überzeugte dabei jedoch erst in der Schlussphase des Kampfes.

"Ab der fünften Runde habe ich gehört, dass Gevor der Atem ausging", erklärte Sturm seine Taktik. "Deshalb habe ich aufs Tempo gedrückt."

Damit erhöhte Sturm seinen Kampfrekord auf 33 Siege bei 36 Kämpfen.

Vierte Niederlage

Bei einem Unentscheiden hatte er lediglich 2004 bei seiner umstrittenen Niederlage gegen den US-Amerikaner Oscar de la Hoya sowie 2006 in Hamburg gegen Javier Castillejo als Verlierer den Ring verlassen.

Für Gevor war es die vierte Niederlage im 34. Profikampf, die der Boxer aber nicht einsehen wollte: "Den Kampf hat niemand gewonnen. Wenn Sturm Mann genug ist, soll er mir noch eine Chance geben. Ich hoffe aber, dass dann die Ringrichter gewechselt werden."

Die erneute Kampfansage ließ Sturm allerdings kalt: "Ich kann Gevors Enttäuschung verstehen, aber er sollte ein fairer Sportsmann bleiben."

Viel Prominenz

Vor 5500 Zuschauern in der ausverkauften Arena, unter ihnen auch Prominenz aus der Formel 1 mit Rekordweltmeister Michael Schumacher und Bernie Ecclestone an der Spitze oder Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski, verteidigte Sturm damit zum dritten Mal innerhalb eines Jahres seinen Gürtel erfolgreich.

Zuvor hatte er seine Pflichtverteidigungen gegen den Japaner Koji Sato (Weltmeister Sturm Sieger einer Farce) im April in Krefeld und gegen Sebastian Sylvester (Greifswald) in Oberhausen im November 2008 gewonnen.

Krankenhaus und Verhandlungen

Nach Fight am Freitagabend musste sich Sturm ärztlich behandeln lassen. Der 30-Jährige hatte im Kmapf gegen Gevor ein Hämatom im Ohr erlitten und wurde auf Anraten des zuständigen Arztes ins Krankenhaus gefahren.

Für Sturm könnten sich die Anstrengungen gegen Gevor noch auszahlen. Nach Angaben von Universum stehe man in konkreten Verhandlungen mit Doppelweltmeister Kelly Pavlik aus den USA über einen Vereinigungskampf.

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