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Ruslan Chagaev fügte Nikolai Walujew 2007 die bislang einzige Niederlage zu © getty

Der Weltverband sieht allein den Russen als Schwergewichts-Champ. Chagaev wird als erster Pflichtherausforderer herabgestuft.

Hamburg - Der Weltverband WBA hat das wochenlange Hickhack beendet und den Russen Nikolai Walujew zum alleinigen Weltmeister im Schwergewicht ernannt.

Gleichzeitig wird des Usbeke Ruslan Chagaev auf Platz eins im Ranking und damit ersten Pflichtherausforderer für den Titelträger herabgestuft.

Bislang galt Chagaev, der wegen Verletzungen zu zwei Titelverteidigungen gegen Walujew nicht antreten konnte und im Mai vom finnischen Verband gestoppt wurde, als "Champion im Wartestand".

Die Entscheidung der WBA geht aus der Veröffentlichung ihrer neuen Rangliste hervor.

Der Verband hat damit auch auf den am 29. Mai geplatzten Titelkampf zwischen Walujew und Chagaev in Helsinki reagiert, in dem eigentlich der wahre Weltmeister ermittelt werden sollte.

Absage 24 Stunden vorher

Der Fight war 24 Stunden vor dem Kampftermin vom finnischen Verband abgesagt worden, weil von Chagaev angeblich eine Ansteckungsgefahr mit Hepatitis B-Viren ausgehe.

Walujew hatte gleichzeitig eine Schutzimpfung verweigert. In Deutschland darf Chagaev boxen, renommierte Leber-Experten haben mehrmals darauf hingeweisen, dass von dem Usbeken keine Ansteckungsgefahr ausgehe.

Am 20. Juni kämpfte Chagaev in der Arena auf Schalke gegen Weltmeister Wladimir Klitschko um die Titel der Verbände IBF und WBO und musste durch technischen K.o. zehnten Runde seine erste Niederlage hinnehmen. 120351(Diashow: Promi-Clash beim Rekordfight)

Walujews einzige Niederlage

Im April 2007 hatte Chagaev Walujew die bislang einzige Niederlage zugefügt und sich damit den WBA-Gürtel gesichert.

Eine Reaktion auf die Entscheidung der WBA von Chagaevs Promoter Klaus-Peter Kohl gab es kurzfristig nicht. Die Geschäftsführung der Universum Box-Promotion ist derzeit im Urlaub.

Geschäftsführer Chris Mayer von Walujews Promoter Sauerland Event begrüßte die Entscheidung natürlich:

"Da die neuen Ratings keinen Zweifel daran lassen, wer der wahre Champion ist, können wir jetzt die Anträge auf offizielle Genehmigung von Nikos nächstem Kampf einreichen - die freiwillige Titelverteidigung gegen David Haye."

Haye lässt Fight platzen

Der Kampf soll am 7. November steigen.

Der Brite Haye war ursprünglich für den 12. September als Gegner für WBC-Champion Witali Klitschko vorgesehen, er ließ diesen Kampf allerdings zugunsten des Fights gegen den "russischen Riesen" platzen.

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