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Jürgen Brähmer hat seinen bisher einzigen WM-Kampf gegen Hugo Hernan Garay verloren © getty

Der Halbschwergewichtsboxer tritt gegen einen unbesiegten Polen an. Nach einem Erfolg ginge es um einen "wirklichen" Gürtel.

Hamburg - Halbschwergewichtsboxer Jürgen Brähmer kämpft um seine zweite WM-Chance.

Der 30-Jährige tritt am Samstag (21 Uhr) in Budapest gegen den ungeschlagenen Polen Aleksy Kuziemski um den Interimstitel des Verbandes WBO an.

Bei einem Sieg hätte er das Recht, seinen ungarischen Stallkollegen Zsolt Erdei um den "wirklichen" Titel herauszufordern (Alle Box-News).

Brähmer hat seinen bislang einzigen WM-Kampf um den Titel der WBA im November 2008 gegen den Argentinier Hugo Hernan Garay verloren.

Kampf verspricht gute TV-Quoten

Der Fight des Europameisters gegen seinen ungeschlagenen Stall-Kollegen bei der Hamburger Universum Box-Promotion verspricht hervorragende Quoten.

Denn: Die Übertragung beim ZDF liegt zwischen der 4 x 100m-Staffel mit Superstar Usain Bolt und den Berichten von der Fußball-Bundesliga .

"Wichtig ist, dass der Kampf im deutschen Fernsehen läuft", sagt Brähmer, der nach der Kündigung von Mittelgewichtler Felix Sturm immer wichtiger für Universum wird.

"Das wird ein harter Kampf"

Eigentlich sollte er bereits in Budapest um einen "echten" WM-Gürtel boxen.

Doch WBA-Weltmeister Gabriel Campillo, der Garay entthronte, weigerte sich gegen den Deutschen anzutreten.

Deshalb wurde kurzfristig der in 17 Kämpfen ungeschlagene Kuziemski verpflichtet, der ebenfalls beim Hamburger Manager Klaus-Peter Kohl unter Vertrag steht.

"Das wird ein harter, unangenehmer Kampf, aber ich bin gut vorbereitet", sagt Brähmer.

Stieglitz trifft auf Balzsay

Den Hauptkampf für das ungarische Publikum liefert anschließend der einheimische Supermittelgewichtler Karoly Balzsay, der seinen WBO-Titel gegen Robert Stieglitz verteidigt.

Für den 28-jähirgen Deutsch-Russen ist es die zweite WM-Chance. Stieglitz unterlag im März 2008 in den USA IBF-Champion Libredo Andrade durch technischen K.o. in der achten Runde.

"Ich bin ein wenig der Außenseiter, aber will beweisen, dass ich das Zeug habe, Weltmeister zu werden", sagte Stieglitz, dessen Trainer Torsten Schmitz glaubt:

"Wenn Robert das Kribbeln im Vorfeld gut umsetzen kann, hat er eine Chance."

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