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Felix Sturm verteidigt seinen WBA-Titel im Juli gegen Khoren Gevor © getty

Felix Sturm lässt im Streit mit seinem Promoter Klaus-Peter Kohl nicht locker. Er macht dem Promoter schwere Vorwürfe.

Hamburg - Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm will im Vertragsstreit mit dem Hamburger Universum-Boxstall nicht nachgeben und hat erneut Vorwürfe gegen seinen Promoter Klaus-Peter Kohl erhoben.

"Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass Universum nur aus Machtspielen zur Not auch meine Karriere als Boxer aufs Spiel setzen würde. Aber nochmal: Kein Boxkampf mehr für Universum. Das Vertrauen ist zerstört", sagte der 30-Jährige der "Bild".

Option auf Verlängerung

Sturm ist noch bis Mitte November an Universum gebunden, anschließend besitzt der Boxstall eine einseitige Option auf Verlängerung.

Der WBA-Weltmeister, der den Vertrag Anfang August gekündigt hatte, will diese Klausel jedoch nicht anerkennen. "Meine Anwälte sagen ganz klar: Der Vertrag ist beendet. Du hast alles erfüllt, und Universum hat einen Haufen Geld mit dir verdient", meinte Sturm, der sich künftig selbst vermarkten will und zu diesem Zweck die "Plus-One-Promotion" gegründet hat.

Drohender Rechtsstreit

Vorerst droht nun aber ein möglicherweise langjähriger Rechtsstreit mit Universum, der die Fortsetzung von Sturms Karriere gefährden könnte.

Die Hamburger sehen für den bestehenden Vertrag weiterhin keine Kündigungsgründe. "Wir haben die Äußerungen von Felix Sturm zur Kenntnis genommen und werden uns zu gegebener Zeit dazu äußern", meinte Kohl.

"Absolut gegen das Gesetz"

Sturm sieht jedoch aus verschiedenen Gründen einen Anlass zur Trennung.

"Es kamen viele Dinge zusammen. Die Vermarktung, die Werbung für die Kämpfe, alles sollte ich plötzlich selbst bezahlen", sagte der Leverkusener: "Meine Verträge wurden vom Promoter Peter Kohl mit dem Manager Peter Kohl ausgehandelt. In Amerika ist das absolut gegen das Gesetz."

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