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Cristobal Arreola (l.) knockte im April Jameel McCline nach vier Runden aus © getty

Der ungeschlagene Chris Arreola baut auf Tritte in den Hintern. Vitali Klitschko blickt seiner Titelverteidigung gelassen entgegen.

München - Heiße Luft und coole Sprüche - kurz vor seiner Titelverteidigung hat WBC-Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko in der Gluthitze von Downtown L.A. kühlen Kopf bewahrt.

Mit fast schon aufreizender Gelassenheit kanzelte der Ukrainer seinen Herausforderer Chris Arreola lässig ab:

"Ich bin mehr als sicher, dass ich als Weltmeister wieder aus dem Ring klettern werde."

Bei einer Pressekonferenz vor fast 100 Journalisten gegenüber dem Staples Center, am Sonntag Schauplatz des WM-Fights, setzte der 38-Jährige ganz auf seine Routine im Vergleich zu seinem zehn Jahre jüngeren Herausforderer.

Klitschko: "Arreola ist ein harter Bursche und hat einen harten Punch. Was er nicht hat, ist Erfahrung. Ich werde im Ring demonstrieren, was es heißt, Erfahrung zu haben."

Arreola: "Eine echte Chance"

Arreola, Kalifornier mit mexikanischen Wurzeln ist im Gegensatz zum Weltmeister allerdings in 27 Kämpfen noch ungeschlagen und fest davon überzeugt, die härteste Kampfvorbereitung seines Lebens absolviert zu haben.

"Mein Trainer hat mir in den letzten Wochen oft so richtig in den Hintern getreten. Jetzt bin ich in einer richtig guten Verfassung. Ich weiß, dass ich eine echte Chance habe", sagte Arreola, der sich den Kampfnamen "The Nightmare" zugelegt hat.

Sdunek rechnet mit K.o.

Doch auch Wladimir Klitschko, der in der Ringecke mit Trainer Fritz Sdunek Unterstützung leisten wird, glaubt nicht, dass Arreola für seinen älteren Bruder zum Alptraum wird:

"Vitali ist wirklich top vorbereitet und wird den Ring als Sieger verlassen. Und zwar vorzeitig, denn ich denke nicht, dass der Kampf über die volle Distanz gehen wird."

Klitschko: "Fühle mich wie 20"

Für Klitschko soll die Pflichtverteidigung in der mit 17.000 Zuschauern ausverkauften Arena nicht mehr als eine Durchgangsstation zu weiteren großen Kämpfen sein.

Nachdem er bereits einmal seine Karriere wegen gesundheitlicher Probleme beendet hat, ist ein erneutes Laufbahnende nicht in Sicht:

"Die Zeit ist der größte Feind für jeden Sportler. Aber derzeit fühle ich mich wie 20 und möchte meinen Titel noch lange behalten."

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