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Felix Sturm ist seit April 2007 Weltmeister im Mittelgewicht (WBA) © getty

Der Arena-Boxstall bietet dem Leverkusener 17 Millionen für sechs Kämpfe. Doch sein derzeitiger Promoter droht Sturm mit Klagen.

Von Sebastian Binder

München - Felix Sturm ist ein Mega-Angebot ins Haus geflattert. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll der Arena-Boxstall dem amtierenden WBA-Champion 17 Millionen Euro für sechs Kämpfe geboten haben.

"Felix Sturm ist jeden Euro wert, er will noch fünf Jahre boxen", sagte der umstrittene Arena-Promoter Ahmet Öner.

"Nachdem Arthur Abraham ins Supermittelgewicht aufgestiegen ist, ist Sturm im Mittelgewicht jetzt der weltweite Alleinherrscher. Er ist die Nummer 1."

"Werde nie wieder für Universum boxen"

Überhaupt erst ins Rollen kam die Geschichte, als Sturm seinen Vertrag beim Hamburger Universum-Boxstall gekündigt hatte.

Offiziell läuft dieser Vertrag nur noch bis zum 16. November diesen Jahres. Doch anscheinend gibt es eine Option, die den Vertrag bis zum Jahr 2012 verlängern würde.

Diese will Promoter Klaus-Peter Kohl nun ziehen ? auch gegen Sturms Willen.

In dieser Hinsicht zeichnet sich eine Schlammschlacht ab, denn Sturm hatte kürzlich klar gestellt: "Ich werde nie wieder für Universum boxen."

Kohl will Option ziehen

Promoter Kohl pocht jedoch auf die Option zur Vertragsverlängerung. Zur Not will er dazu auch rechtliche Mittel einsetzen.

Jetzt schon hat Universum ein Warnschreiben herausgegeben, in dem allen Promotern und TV-Anstalten Konsequenzen angedroht werden, falls sie gegen den Willen des Boxstalls mit Sturm zusammenarbeiten.

Öner scheint dies nicht großartig zu stören. Er verfolgt mit dem Angebot an den Leverkusener wohl zwei Ziele.

Fight gegen Kelly Pavlik?

"Nach seinem Super-Duell 2004 gegen Oscar De La Hoya ist Sturm auch in den USA ein begehrter Fighter", ist sich Öner sicher.

Konkret schwebt ihm dabei wohl ein Duell Sturms mit US-Star Kelly Pavlik vor, dem Titelträger der WBO und WBC. Ein derartiger Kampf würde wohl den Großteil der 17-Millionen-Euro-Investition wieder einspielen.

Doch Sturm hätte für Arena noch einen anderen Vorteil: Öners Spitzenboxer wie zum Beispiel Weltmeister Yuriorkis Gamboa (Federgewicht) kämpfen vornehmlich in den USA.

Mit Sturm als neuem Zugpferd hätte Öner auch eine Eintrittskarte für den deutschen TV-Markt.

Sturm findet Angebot interessant

Sturm selbst sagte zu diesem Angebot übrigens, dass er "es sehr genau prüfen werde" und es "sehr, sehr interessant" sei.

Das dürfte wohl auch die zukünftige Entwicklung in dieser brisanten Geschichte werden. Interessant.

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