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Michael Timm ist seit 1997 bei Universum Box-Promotion als Trainer tätig © imago

Universum-Coach Michael Timm erklärt bei Sport1.de, woran sein Schützling Jack Culkay auf dem Weg zum WM-Titel arbeiten muss.

Von Jürgen Blöhs

Hamburg - Neustes Juwel im Hamburger Universum-Boxstall ist Jack Culkay-Keth.

Der Weltergewichtler, der bei den Weltmeisterschaften der Amateure in Mailand nach 14 Jahren wieder einen WM-Titel für den Deutschen Amateur-Box-Verband erkämpfte, begrub seinen Traum von Olympia-Gold 2012 und hat sich nun den Profi-Titel als Ziel gesetzt. (Jack Culcay-Keth im Sport1.de-Interview)

Im Erfolgsstall von Klaus-Peter Kohl will man verstärkt auf deutsche Talente setzen und traut dem Weltmeister einiges zu. Trainiert wird der 24-Jährige von keinem Geringeren als Erfolgstrainer Michael Timm.

"Ihm gehört der WM-Gürtel"

"Er hat das Zeug, Profi-Weltmeister zu werden. Ihm gehört irgendwann der WM-Gürtel", lobt Timm im Gespräch mit Sport1.de den Neu-Profi, der den Teil "Keth" seines Namens wegen des besseren Wiedererkennungswertes abgelegt hat.

Bis zu einem Titelkampf ist es aber ein weiter, harter Weg. Für drei Jahre plus Option hat Universum den Darmstädter verpflichtet - und der Weltmeister fängt nun wieder ganz unten an.

"Er wird einige Kämpfe über vier Runden machen. Er muss ja erst mal reinriechen, muss lernen, wie man einen Kampf einteilt", beschreibt der Trainer die nähere Zukunft für seinen Schützling.

Sport1.de: Jack Culkay ist bereits 24 Jahre alt. Hätten Sie ihn gern schon früher im Profi-Lager gersehen?

Michael Timm: Nein. Ich bin dafür, dass Boxer einige Jahre Erfahrungen bei den Senioren sammeln. Er hat Höhepunkte kennen gelernt, mit den stärksten Amateuren geboxt. Da hat er sich durchgebissen, das wird ihm sehr helfen. Weltmeister zu werden ist bei den Junioren schon eine riesengroße Leistung, das bei den Senioren zu werden ist schon enorm.

Sport1.de: Was bringt Culkay mit?

Timm: Er hat das Boxen von der Pike auf gelernt. Er hat einfach einen Instinkt, im richtigen Moment den Schlägen auszuweichen und selbst auszuteilen. Und er boxt sehr variabel.

Sport1.de: Und was muss er noch lernen?

Timm: Da gibt es natürlich einiges. Vor allem die Nachlässigkeit in der Deckung müssen wir abstellen. Bei den Profis fliegen ein paar andere Bomben. Außerdem werde ich ihm noch einige Kniffe beibringen. Er muss noch fester auf dem Boden stehen, um noch mehr Pfund in seine Schläge reinzukriegen. Da muss mehr Dynamit reinkommen. Er hat ja richtig Dampf in seinen Fäusten.

Sport1.de: Wie werden Sie ihn aufbauen?

Timm: Er wird einige Kämpfe über vier Runden machen. Er muss ja erst mal reinriechen, muss lernen, wie man einen Kampf einteilt und dass man nicht wie bei den Amateuren von der ersten Sekunde an loslegen kann.

Sport1.de: Und am Ende steht der WM-Titel?

Timm: Er hat das Zeug, Profi-Weltmeister zu werden. Ihm gehört irgendwann der WM-Gürtel.

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