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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Wladimir Klitschko (l.) feierte seinen letzten Sieg im Juni 2009 gegen Ruslan Chagaev © getty

Nach einer langen Kampfpause meldet sich Wladimir Klitschko wieder zurück. Provokationen bleiben vor dem Kampf gegen Chambers aus.

Düssledorf - Trotz einer langen Pause geht Box-Weltmeister Wladimir Klitschko mit altem Selbstbewusstsein in seine Pflichtverteidigung gegen Herausforderer Eddie Chambers.

Wenn der 33 Jahre alte Schwergewichts-Champion der Verbände IBF und WBO am 20. März in der Fußball-Arena in Düsseldorf zur Pflichtverteidigung gegen seinen ehemaligen Sparringspartner antritt, werden seit dem letzten Kampf des Ukrainers auf den Tag genau neun Monate vergangen sein.

"Ich habe die Pause genossen. Es tat ganz gut", sagte der Ukrainer, der von seinen 56 Profikämpfen 53 gewann (47 K.o.), anlässlich des ersten offiziellen Termins der beiden Kontrahenten in Düsseldorf: "Es wird kein leichter Kampf, denn Eddie ist ein hervorragender Herausforderer."

Ab Sonntag ist die Zeit der Entspannung aber endgültig vorbei, denn dann beginnt Wladimir seine Vorbereitung auf den Kampf mit einem Trainingslager in Österreich.

Keine Provokationen

Noch ist von erhöhter Anspannung bei beiden Boxern allerdings nichts zu spüren. Das erste Aufeinandertreffen verlief in der Düsseldorfer Arena in fast schon familiärer Atmosphäre. Böse Worte oder Blicke? Fehlanzeige.

Ungewöhnlich für ein Duell zweier muskelbepackter Faustkämpfer, besonders wenn man an die Auseinandersetzung der Klitschkos mit WBA-Weltmeister David Haye zurückdenkt.

Der Brite hatte die beiden Brüder im vergangenen Jahr mit einem T-Shirt provoziert, auf denen Haye mit den Köpfen von Witali und Wladimir in den Händen zu sehen war.

Kein Kommentar zu Hayden Panettiere

"Wladimir ist ein großer Champion. Der Boxsport brauchte mehr Leute wie ihn", sagte Chambers Trainer Rob Murray Sr. respektvoll. Und auch Klitschko ließ sich von der "Wohlfühlatmosphäre" anstecken, schnappte sich das Mikrofon und stellte seinerseits dem Kontrahenten sogar eine Frage.

Einsilbig wurde er nur einmal, als er auf seine Liaison mit der US-Schauspielerin Hayden Panettiere angesprochen wurde.

Ob sie auch am Ring sitzen werde, wurde Klitschko gefragt. "Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben. Es werden viele Frauen am Ring sein", so Klitschko.

Bislang erst eine Niederlage

Fast schon etwas verschüchtert wirkte dagegen der 27-Jährige US-Amerikaner, der sich mit einem beeindruckenden Sieg gegen den Ukrainer Alexander Dimitrenko im WM-Ausscheidungskampf im Juli für seine erste WM-Chance qualifizierte.

Mit einem Kampfrekord von 35 Siegen (18 K.o.) und nur einer Niederlage (Januar 2008 gegen Alexander Powetkin/Russland) braucht sich der Herausforderer nicht zu verstecken.

"Er macht eben keine großen Worte, sondern konzentriert sich auf seine Leistung", sagte Klitschko, "nicht so wie viele seiner Vorgänger, die erst den Mund aufgerissen und dann im Ring keine Leistung gebracht haben."

Im Training chancenlos

Gemeinsam im Ring standen beide Boxer aber bereits schon vor ein paar Jahren.

Damals war der US-Amerikaner allerdings noch Trainingspartner des damaligen Weltmeisters. "Ich wusste damals gar nicht, was ich tun soll", erzählte Chambers von der ersten Begegnung: "Jetzt habe ich allerdings viel mehr Erfahrung und weiß, was ich gegen ihn machen muss, um zu gewinnen."

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