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Seit 2003 kämpft Arthur Abraham im Stall von Wilfried Sauerland (r.) © getty

Schock für IBF-Champion Arthur Abraham: "König Arthur" muss seine für Samstag geplante Pflichtverteidigung wegen Grippe absagen.

Von Jürgen Blöhs

Bamberg - Keine guten Nachrichten für "King Arthur" und seine Fans: IBF-Champion Arthur Abraham musste seinen für Samstag geplanten WM-Kampf im Mittelgewicht in Bamberg kurzfristig absagen.

Der 28-Jährige leidet unter einem fiebrigen Infekt und musste sogar ins Krankenhaus. Promoter Wilfried Sauerland erklärte: "Ich lasse keinen Kämpfer in den Ring, der nicht zu 100 Prozent fit ist."

Abraham teilte mit: "Es tut mir unglaublich leid für meine Fans. Ich wollte unbedingt kämpfen, aber in dieser körperlichen Verfassung kann ich nicht in den Ring steigen. Das haben mir die Ärzte verboten."

Der Fight gegen den Pflicht-Herausforderer Raul Marquez aus Mexiko soll nun am 8. November in Bamberg nachgeholt werden.

"Freitagabend fing es an: Schüttelfrost, Fieber, das ganze Programm", beschreibt Sauerland-Pressesprecher Heiko Mallwitz auf Nachfrage von Sport1.de die Symptome.

Ringarzt Walter Wagner sah am Samstagmorgen keine Möglichkeit, den Kampf am Abend auszutragen.

"Da Wagner bei unseren Kämpfen immer dabei ist, haben wir uns entschlossen, mit Arthur zur Untersuchung ins Krankenhaus zu fahren. Wir wollten gar nicht erst einen falschen Verdacht aufkommen lassen", so Mallwitz weiter.

"Es geht wirklich nicht"

Auch die Ärzte im Klinikum kamen zu dem Schluss, dass der 28-Jährige nicht in der Lage ist, einen WM-Kampf zu bestreiten.

"Wir hatten überlegt, das Rahmenprogramm auszutragen, quasi als Geschenk für die Fans, deren Karten natürlich am 8. November gültig bleiben, haben uns dann aber entschlossen, den ganzen Kampfabend abzusagen", bedauert Mallwitz. "Das alles ist sehr schade für die Fans, die Boxer und für uns alle, aber es geht wirklich nicht."

Optimismus beim Wiegen

Noch beim offiziellen Wiegen am Freitag hatte sich Abraham optimistisch gezeigt: "Ich will hier keine großen Sprüche machen. Alle werden im Ring sehen, wer der Bessere ist."

Abraham, der in seinen 27 Profikämpfen noch nie verlor und 22 davon durch K.o. gewann, muss sich nun jedoch gedulden.

Trainer Ulli Wegner traf die Nachricht von seinem Schützling wie ein Schlag. "Das ist ganz bitter", sagte der Erfolgstrainer: "Arthur war in Top-Verfassung, aber mit einem so schweren grippalen Infekt kann er keine Pflichtverteidigung bestreiten. Wir schauen jetzt, dass er schnell wieder gesund wird und wir uns dann vernünftig auf den 8. November vorbereiten."

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