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Nikolai Walujew verlor im November seinen WBA-Titel an David Haye © getty

Der "russische Riese" vollzieht einen Sinneswandel, doch das Duell könnte an den zu hohen Forderungen Don Kings scheitern.

München/Hamburg - Der Kampf zwischen den Box-Riesen Witali Klitschko und Nikolai Walujew wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zustande kommen.

Wie Klitschko-Manager Bernd Bönte mitteilte, seien die Forderungen des Walujew-Managements nicht akzeptabel. "Die Börse von 2,5 Millionen Dollar sind für uns das höchste Gebot", sagte Klitschko am Donnerstagabend.

Knackpunkt: US-Promoterkönig Don King, der einen Kooperationsvertrag mit Walujew-Promoter Wilfried Sauerland hat und Verhandlungsführer ist, will zusätzlich zur Börse unter anderem die TV-Rechte für Nordamerika und Russland. (NEWS: Alles zum Boxen)

"Höchste Börse seiner Laufbahn"

"Das werden wir auf keinen Fall machen. Schließlich ist Walujew kein Weltmeister mehr und hat zuletzt verloren. Das ist für ihn die höchste Börse seiner Laufbahn. Die würde er nie bekommen, wenn er nicht 2,13 m lang wäre", sagte Bönte weiter.

Das Angebot des Managements von WBC-Champion Klitschko liegt den Walujew-Vertretern seit zwei Wochen vor.

Walujew will den Fight

Der Russe will den Fight wohl unbedingt. "Ich will gegen Witali boxen. Ein interessanter Kampf, auf den die Boxwelt schon seit einigen Jahren wartet", erklärt er in der Freitag-Ausgabe der "Bild-Zeitung".

Als Kampftermin ist der 29. Mai im Gespräch. Dort wird aber wohl ein anderer Gegner für Witali Klitschko im Ring stehen.

Deadline am Freitag

Als Deadline hatte Bönte den Walujew-Vertretern den Donnerstag vorgegeben. "Wir verhandeln mit zwei Gegnern und müssen am Freitag den Vertrag dicht machen", sagte Bönte, der nicht mehr an ein Einlenken von Don King glaubt.

Schon Anfang der Woche hatte Kalle Sauerland, der Sohn von Promoter Wilfried Sauerland den Druck auf Walujew erhöht: "Als Promoter wie auch als Box-Fan sage ich: Der Kampf muss kommen."

Sinneswandel bei Sauerland-Stall

Damit macht Sauerland einen Meinungsumschwung in dem Berliner Boxstall deutlich.

So lange Walujew den WM-Titel des Verbandes WBA hielt, war man an einem Vereinigungskampf mit Klitschko nicht interessiert.

Der Russe hat seinen WBA-Titel im November an den Engländer David Haye verloren.

Rechte sollten kein Hindernis sein

Chris Meyer, Geschäftsführer Sauerland Event, erklärte zu den TV-Rechten: "Die TV-Rechte sollten kein Hindernis sein."

Solte der Kampf doch noch stattfinden wird er in Deutschland wahrscheinlich bei RTL übertragen. Die ARD, Sauerlands TV-Partner, kann wegen des Werbeverbots die geforderten Börsen nicht aufbringen.

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