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Marco Huck (l.) beendete 21 seiner 28 Siege durch K.o. © getty

Der Cruisergewichtler fordert nach seinem Sieg über Adam Richards ein Duell mit den Schwergewichtlern. Der Promoter hat andere Pläne.

Berlin - Nachdem Marco Huck seinen Herausforderer Adam Richards in der dritten Runde zu Boden gestreckt hatte, erneuerte der Champion seine Kampfansage Richtung Schwergewicht.

Auf die Frage, ob er bald gegen einen der Klitschko-Brüder kämpfen wolle, sagte der WBO-Weltmeister im Cruisergewicht kurz: "Definitiv" (Huck will ins Schwergewicht aufsteigen).

Promoter Wilfried Sauerland indes bremste seinen Schützling aus. "Er ist erst 25 Jahre alt. Über so einen Wechsel denken wir nach, wenn er 28 ist."

Promoter hat andere Pläne

Sauerland hat andere Pläne mit seinem Erfolgskämpfer. Zunächst soll Huck einen Vereinigungskampf bestreiten und Weltmeister der Verbände WBO und WBC werden.

"Das passt gut, weil der Titel der WBC zurzeit vakant ist", erklärte Sauerland. "Ich mache das, was mein Boss sagt", sagte Huck dann später auch ganz artig.

Ringrichter stürzt

Vor 5000 Besuchern in der Berliner Max-Schmeling-Halle und 4,31 Millionen TV-Zuschauern hatte Huck zuvor die ganze Klasse seines Könnens gezeigt und sich ungefährdet den 28. Sieg im 29. Profikampf gesichert.

In der dritten Runde leitete er den Technischen K.o. mit einer Schlag-Serie ein. Ringrichter Marc Nelson (USA) ging dazwischen, wollte Richards schützen und fiel schließlich gemeinsam mit dem taumelnden US-Fighter zu Boden. 212942(DIASHOW: Die Bilder vom Kampf)

Richards wurde nicht mehr angezählt (NEWS: Alles zum Boxen).

Huck gibt Fehler zu

Die erste Runde war der 90-Kilo-Mann Huck noch zu verhalten angegangen und wurde einige Male in die Ringseile gedrückt. "Ich wollte es besonders gut machen. Da macht man auch ein paar kleine Fehler. Doch das ist menschlich", sagte Huck nach dem Kampf.

"Er macht noch Fehler, doch er wird sich weiter entwickeln", erklärte sein Trainer Ulli Wegner.

Dank an Huck

Der 29-Jährige Richards, immerhin Nummer elf der WBO-Rangliste, wurde durch eine klaffende Wunde am Hinterkopf frühzeitig geschwächt.

Am Ende blieb ihm nur die Gratulation: "Huck ist ein toller Kämpfer. Ich danke ihm, dass er mir die Möglichkeit zu diesem Kampf gegeben hat."

Beeindruckende Explosivität

Nachdem Huck Ende August Champion geworden war, hat er sich nun als Weltmeister etabliert und alle Zweifler überzeugt. "Die Explosivität von Marco ist wirklich beeindruckend", meinte Wegner.

Und Sauerland erklärte: "Man sieht, dass sich Marco entwickelt. Sein Schlagrepertoire wird immer variantenreicher. Seine Kämpfe sind spektakulär und eine besondere Sache."

Powetkin wartet auf Klitschko

Vor Huck darf sich jedoch zunächst Alexander Powetkin auf einen Kampf gegen einen der Klitschko-Brüder freuen.

Der frühere Amateur-Weltmeister und Olympiasieger aus Russland knockte am Samstag den Mexikaner Javier Mora in der fünften Runde aus und blieb damit Klitschkos Pflichtherausforderer.

"Das war eine weitere starke Leistung. Nun warten wir ab, ob Wladimir Klitschko nächste Woche gewinnt. Alexander ist auf jeden Fall bereit für ihn", sagte Sauerland, der auch Manager von Powetkin ist (Wladimir Klitschko trifft auf Eddie Chambers).

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