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Manny Pacquiao feierte in seiner bisherigen Karriere 38 Siege durch K.o. © getty

Manny Pacquiao will sich nach seinem Erfolg gegen Joshua Clottey zunächst auf seine politische Karriere konzentrieren.

Dallas - Seinen unumstrittenen Sieg im Titelkampf hatte Box-Weltmeister Manny Pacquiao schnell abgehakt, nun strebt der 31 Jahre alte WBO-Weltergewichts-Champ auf der politischen Bühne den großen Coup an.

Im zweiten Anlauf will Pacquiao bei der Wahl am 10. Mai auf den Philippinen den Einzug in den Kongress schaffen.

"Ich mache jetzt eine Woche Pause, dann beginne ich mit meiner politischen Kampagne", sagte der aktuell wohl beste Profiboxer der Welt nach seinem klaren Punktsieg gegen Herausforderer Joshua Clottey aus Ghana.

Zuvor gescheitert

Bei seinem ersten Versuch, in der Politik Fuß zu fassen, war Manny Pacquiao 2007 gescheitert.

Sollte der philippinische Volksheld dieses Mal die Wahl für sich entscheiden, würde er Regierungschef der verarmten Provinz Saranggani auf der südlichen Insel Mindanao werden.

Kein Mitgefühl für seine Gegner

"Ich möchte den Menschen helfen, speziell denen aus meiner Heimat", sagte Pacquaio, der aus Mindanao stammt.

Er wurde in Malaybalay in der nördlich von Saranggani gelegenen Provinz Bukidnon geboren.

Derartiges Mitgefühl konnte Joshua Clottney vor 51.000 Zuschauern im Ring des Dallas-Cowboys-Stadions nicht erwarten.(NEWS: Alles zum Boxen)

Clottney überfordert

Der Afrikaner war gegen den Titelträger überfordert und beschränkte sich darauf, Schläge zu verhindern. Dennoch fand jeder fünfte der insgesamt 1231 Schläge des Philippiners sein Ziel.

Pacquiaos Trainer Freddy Roach war angesichts der Defensivtaktik des Gegners aufgebracht: "Ein WM-Kampf ist eine einmalige Gelegenheit. Warum riskiert man nicht alles? Ich bin frustriert, weil er nicht versucht hat, den Kampf zu gewinnen."

Ungeachtet dessen feierten die Menschen auf den Philippinen ihren Helden am Sonntagmorgen frenetisch.

Militär pausiert

Während des Kampfes, der eine Art nationale Angelegenheit war, hatten sogar die militärischen Truppen des Landes ihren Kampf gegen die Rebellen ausgesetzt.

"Unsere Soldaten machen eine Pause und schauen sich den Kampf an. Wir hoffen, dass es die Rebellen genauso machen. Wenn der Kampf vorbei ist, machen wir auch wieder unseren Job", hatte General-Major Gaudencio Pangilinan vor dem Fight angekündigt.

Nächster Kampf im Visier

Im Blick hat Manny Pacquiao neben seiner politischen Karriere auch den möglichen Megakampf gegen Floyd Meayweather Jr., der allerdings zunächst am 1. Mai seinen US-Landsmann Shane Mosley bezwingen muss.

Sollte es dann zum sehnlichst erwarteten Duell kommen, winkt Pacquiao und Mayweather eine Börse von jeweils rund 35 Millionen Dollar (ca. 25 Mio. Euro).

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