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Timo Hoffmann verlor seinen letzten Kampf im November 2007 gegen Alexander Dimitrenko © imago

Während Junior Oliver Güttel seinen Titel freiwillig verteidigt, steigt Timo Hoffmann erstmals für den neuen Stall in den Ring.

Von Jürgen Blöhs

München - Am 10. Oktober muss Oliver Güttel (21.30 Uhr LIVE im DSF) erstmals seinen Junioren WM-Titel im Weltergewicht verteidigen.

Der WBC-Champion, der von seinen 14-Profi-Fights 13 gewonnen hat, trifft in Barleben auf Felix Lora aus der Dominikanischen Republik.

Der 23-jährige Güttel steigt bei seiner freiwilligen Titelverteidigung gegen den Kämpfer aus der Dominikanischen Republik als klarer Favorit in den Ring. Lora hat von 14 Kämpfen als Profi nur acht gewonnen.

"Oliver ist topfit"

Ursprünglich sollte der SES-Boxer auf einen ungleich härteren Brocken treffen, aber der US-Amerikaner Brandon Baue, der von seinen neun Siegen in elf Kämpfen acht durch K.o. feierte, gilt als ganz unangenehmer, schlagstarker Gegner.

Dass sich sein Schützling kurzfristig auf einen neuen Gegner umstellen musste, hält Trainer Dirk Dzemski nicht für einen Nachteil: "Oliver ist konditionell topfit und kann einen Kampf mit eigenen Aktionen für sich entscheiden."

Auch Schulze musste sich umstellen

Auch Marco Schulze musste sich auf einen neuen Gegner einstellen. Der nach seinem Ausflug ins Mittelgewicht ins Super-Weltergewicht zurückgekehrte Schulze sollte ursprünglich einen stallinternen Vergleich gegen Enrico Wolf austragen, aber Wolf kniff und sagte den Kampf ohne Angabe von Gründen ab.

Für den ebenfalls Dzemski betreuten Schulze wurde mit Thomas Hengstberger ein "Aufbaugegner" verpflichtet. Hensgstberger schreibt mit 12 Siegen, 15 Niederlagen und zwei Unentschieden eine negative Kampf-Bilanz.

"Ich habe mein Ziel, als Profi ganz oben zu stehen, noch nicht erreicht, und ich werde eisern daran arbeiten, mein Vorhaben umzusetzen", so Schulze.

"Ich fürchte keinen "King Kong"

Ein Highlight der SES-Gala dürfte das Comeback von Timo Hoffmann sein. Die "Deutsche Eiche" trifft in seinem ersten Kampf für seinen neuen Stall auf Raymond Ochieng. Der Kenianer mit dem Kampfnamen "King Kong" hat von seinen 25 Kämpfen 16 gewonnen, davon 13 vorzeitig.

Das kann die "Deutsche Eiche", die auf die Erfahrung von 51 Kämpfen mit 44 Siegen, davon 21 vor dem Schlussgong, zurückgreifen kann, nicht erschüttern.

"Ich weiß, was ich kann und fürchte keinen "King Kong"", gibt sich der 34-jährige Hoffmann, der sich im Sparring mit dem Nigerianer Samuel Peter, der am Samstag gegen Vitali Klitschko um die WM kämpft, selbstbewusst.

Schouten will zurück in die Zukunft

Zurück in die Zukunft nach schwerer Krankheit will Ex-Weltmeisterin Esther Schouten.

Die Niederländerin betrachtet ihren Kampf gegen Maribel Santana aus der Dominikanischen Republik einen weiteren Schritt Richtung Titelkampf gegen WIBF-Weltmeisterin Ina Melzer.

Proska will Weiße Weste behalten

Der in 14 Kämpfen ungeschlagene Mittelgewichtler Gregorz Proksa will gegen den Rumänen Mihal Macovel seine Weiße Weste verteidigen.

"Was Proksa bisher im Ring gezeigt hat, ist absolut sehenswert. Da kommt ein ganz großes Talent nach Barleben. Ich freue mich auf seinen Auftritt", macht SES-Boss Ulf Steinforth Werbung für den Fight im Rahmen der SES-Gala.

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