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Sebastian Zbik (r.) gewann alle 28 Profikämpfe, 10 durch K.o. © getty

Sebastian Zbiks italienischer Herausforderer Domenico Spada giert nach Rache für den verlorenen Kampf um die Interims-WM.

Magdeburg - Interims-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht und deutsches WM-Duell im Supermittelgewicht:

Zwei Titelkämpfe mit deutscher Beteiligung stehen bei der "Champions Night" am Samstag (23.15 Uhr) in der Magdeburger Bördelandhalle auf dem Programm.

Zunächst verteidigt Lokalmatador Robert Stieglitz seinen WBO-Gürtel im Mittelgewicht gegen den Gifhorner Eduard Gutknecht, anschließend kommt es eine Gewichtsklasse höher zum Rematch zwischen WBC-Interims-Weltmeister Sebastian Zbik aus Schwerin und seinem italienischen Herausforderer Domenico Spada.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Zbik und Spada im Juli 2009 auf dem Nürburgring konnte der Deutsche nur knapp nach Punkten für sich entscheiden.

"Sei ein Mann, Sebastian!"

Diesmal verspricht der 28-Jährige seinen Fans einen klareren Sieg: "Beim letzten Duell war ich wegen eines Trommelfell-Risses nicht im Vollbesitz meiner Kräfte. Jetzt kann und werde ich für klare Verhältnisse sorgen", sagt Zbik vor seinem 29. Profikampf.

Spada fühlt sich hingegen immer noch als wahrer Sieger des ersten Kampfes und will "seinen" Gürtel endlich mit nach Rom nehmen (Alle Box-News).

"Ich hoffe sehr, dass Sebastian den Kampf gegen mich annehmen wird. Beim letzten Mal hat er nur im Clinch mit mir gelegen und nicht gekämpft. Er hat geboxt wie eine Frau. Sei ein Mann, Sebastian!", tönt der 29-Jährige mit dem in diese Tage passenden Kampfnamen "Vulcano".

Hoffnung auf "richtigen" WM-Kampf

"Wir werden sehen, was seine Sprüche wert sind. Ich werde ihn in die Schranken weisen", sagt Zbik, der im Fall eines Erfolgs auf einen Kampf gegen Weltmeister Kelly Pavlik hofft.

Der Amerikaner, der den Weltverband WBC mit seinem geplanten Aufstieg ins Supermittelgewicht lange hingehalten und damit Zbiks Ernennung zum Interims-Weltmeister forciert hatte, steigt am Samstag in Atlantic City gegen den Argentinier Sergio Martinez ebenfalls in den Ring.

Stieglitz hat Respekt

WBO-Champion Stieglitz geht derweil mit großem Respekt vor dem Gegner in seinen 40. Profikampf.

"Er ist konditionell sehr stark, aber das bin ich auch. Ich denke, es wird ein sehr ausgeglichener und spannender Kampf", sagt der Magdeburger, der Gutknecht vom gemeinsamen Training kennt.

Der Herausforderer ist in 18 Kämpfen ungeschlagen und träumt vom großen Triumph: "Auf diese Chance habe ich ein Leben lang gewartet. Jetzt werde ich zupacken."

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