vergrößernverkleinern
Sebastian Zbik (r.) ist nach 29 Profikämpfen weiter ungeschlagen © getty

Trotz des Erfolgs gegen Spada muss Sebastian Zbik auf einen WM-Kampf warten. Stieglitz will einen großen Gegner.

Magdeburg - Erst gewonnen, dann genervt - Mittelgewichtler Sebastian Zbik bleibt trotz seines einstimmigen Punktsieges in Magdeburg gegen den Italiener Domenico Spada auf dem Weg zum WM-Gürtel in der Warteschleife hängen.

Denn wenige Stunden später verlor WBC- und WBO-Champion Kelly Pavlik in Atlantic City seine Titel überraschend an den argentinischen Herausforderer Sergio Gabriel Martinez.

Nun wird es einen bereits vorher vereinbarten Rückkampf zwischen dem US-Boxer und dem Südamerikaner geben.

"Nicht Fisch und nicht Fleisch"

"Mit meinem Status als Interims-Weltmeister kann ich nicht zufrieden sein. Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch", sagte der Schweriner nach seinem Erfolg gegen den höchst unkontrolliert boxenden Spada, der dem Mecklenburger in der vierten Runde per Kopfstoß zwei Cuts zufügte. (226452Die Bilder)

Diese mussten noch in der Nacht im Krankenhaus genäht werden.

Kritik von Ex-Coach Sdunek

Und obwohl Zbik auch in seinem 29. Profikampf ungeschlagen blieb, musste sich der 28-Jährige Kritik von seinem Ex-Coach Fritz Sdunek gefallen lassen. (Alle Box-News).

"Sebastian fehlt es noch an Schlagkraft, er hätte auch schneller auf den Beinen sein können", sagte Sdunek, der sich aus gesundheitlichen Gründen ganz auf die Betreuung von Schwergewichts-Weltmeister Witali Klitschko konzentriert.

Stieglitz wünscht sich Abraham

Mehr Begeisterung löste bei den rund 4000 Zuschauern in der Bördeland-Halle die erfolgreiche Titelverteidigung von Robert Stieglitz aus.

Der 28 Jahre alte Lokalmatador besiegte im Kampf um den WBO-Titel im Supermittelgewicht Herausforderer Eduard Gutknecht einstimmig nach Punkten. Stieglitz hatte dabei deutlich mehr Arbeit als Zbik mit Spada.

"Es war einer meiner intensivsten Kämpfe, das kann man laut sagen", sagte der Schützling von Trainer Torsten Schmitz, der nun einen Fight gegen Arthur Abraham anstrebt: "Wenn er der beste Supermittelgewichtler sein will, soll er gegen mich boxen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel