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Susi Kentikian (r.) gewann mit 2:1-Punktrichterstimmen gegen Nadia Raoui © getty

Die Weltmeisterin verteidigt im deutschen Duell mit Nadia Raoui ihre drei Titel. Jürgen Brähmer beendet seinen WM-Fight vorzeitig.

Hamburg - Susianna Kentikian hat es genossen: Erstmals im Rampenlicht der Hauptkämpferin, große PR im Vorfeld, Milchschnitten-Werbefigur, wachsende Popularität.

"Ich bin sehr zufrieden, das Adrenalin floss", sagte die kleine Hamburgerin.

Nur der Kampf in der Nacht zum Sonntag in ihrer Heimatstadt passte nicht in das Bild der strahlenden "Killer-Queen".

Für den 2:1-Punktsieg gegen die Nadia Raoui benötigte die 22-Jährige die großzügige Hilfe der Kampfrichter. Pfiffe gellten durch die Halle, Raoui brach in Tränen aus 229176(DIASHOW: Die Bilder vom Kampf).

"Doppelt gewinnen" reicht nicht

Das Urteil (96:94, 96:94, 95:96) war das unpassende Ende eines tollen und spannenden Frauen-Boxkampfes, in dem die 24 Jahre alte Herausforderin aus Herne mit besserer Technik und klareren Treffern überzeugte.

Die WM-Gürtel der Verbände WIBF, WBA und WBO im Fliegengewicht blieben trotzdem für sie unerreichbar. "Ich habe vorher geahnt, dass ich doppelt gewinnen muss", sagte Raoui, "aber selbst das hat nicht gereicht."

Kentikian sieht es anders

Kentikian sah das naturgemäß anders: "Nadia war gut, aber nicht besser", sagte die Titelverteidigerin.

Während Promoter Klaus-Peter Kohl darüber nachdenkt, Raoui einen Promotionvertrag zu geben ("Sie hat sich empfohlen") und ein Re-Match für erstrebenswert hält, hat die offiziell weiterhin ungeschlagene Weltmeisterin darauf nicht so viel Lust: "Ich strebe jetzt eine Titelvereinigung an, möchte auch noch den WBC-Gürtel gewinnen."

Brähmer behält Titel

Zuvor verteidigte auch Jürgen Brähmer seinen Weltmeistertitel des Verbandes WBO im Halbschwergewicht. Der Schweriner bezwang Herausforderer Mariano Nicolas Plotinski aus Argentinien durch technischen K.o.

In der fünften Runde. Ringrichter Paul Thomas (Großbritannien) brach den Kampf nach einer Schlagserie wegen zu großer Überlegenheit ab.

37. Sieg im 39. Kampf

Der 31-Jährige Brähmer verbesserte durch seine zweite erfolgreiche Titelverteidigung seine Kampfbilanz auf 37 Siege bei zwei Niederlagen. Dabei entschied er zum 29. Mal einen Kampf vorzeitig.

Der 35 Jahre alte Plotinski verließ in seinem 20. Kampf zum vierten Mal als Verlierer den Ring.

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