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War 1996 und 1998 sogar Europameisterin im Kickboxen: Natascha Ragosina © getty

Die Russin verteidigt beide Weltmeister-Titel nach Punkten. Aber die "Box-Zarin" hat zu kämpfen. Ihre kenianische Gegnerin trifft sie mehrmals hart.

Von Felix Götz

Cuxhaven/München - Das war ein hartes Stück Arbeit für die Weltmeisterin Natascha Ragosina.

1100 Zuschauer erlebten Freitagnacht den Fight im Supermittelgewicht um die WIBF- und GBU-Titel zwischen der stärksten Frau der Welt und der stärksten Frau Afrikas in der Rundturnhalle in Cuxhaven.

Nach dem Natascha Ragosina und ihre Kontrahentin Conjestina Achieng bereits im Vorfeld des Kampfes beim Wiegen aneinander geraten waren, wurde eigentlich ein harter Schlagabtausch von Beginn an erwartet.

Aber die erste Runde verlief unspektakulär, beide tasteten sich vorsichtig ab. Ab dem zweiten Durchgang drehte die Herausforderin aus Kenia dann mächtig auf.

Ragosina beeindruckt

Besonders aus der Nahdistanz musste die in Magdeburg lebende Ragosina einiges einstecken. Davon zeigte sie sich anfangs beeindruckt.

Dann ging die Russin selbst in die Offensive, es entwickelte sich endlich der erhoffte, offene Schlagabtausch. Wobei keine Boxerin bis Ende der fünften Runde deutliche Treffer ins Ziel brachte.

In Runde sechs schlug Achieng dann zu, traf Ragosina mehrfach hart. Die 32-jährige Ragosina reagierte wütend, beherrschte fortan den Kampf.

Am Ende der Chef im Ring

Die letzten vier Runden des spannenden Duells gehörten eindeutig der Weltmeisterin. Sie setzte Treffer, dominierte das Geschehen jetzt eindeutig, war der Chef im Ring.

Deshalb entschieden die Kampfrichter sich einstimmig: 3:0-Punktsieg für Natascha Ragosina. Damit hat sie beide Titel verteidigt.

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