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Klaus-Peter Kohl (l.) und Wilfried Sauerland sind nicht immer die besten Freunde © getty

Lange war es ruhig zwischen Universum und Sauerland. Jetzt sollen sich die beiden größten deutschen Boxställe bei der Versteigerung des WM-Kampfes zwischen Walujew und Ruiz ins Gehege gekommen sein.

Von Kristina Heidenreich

München - Wenn es ums Geld geht, hört die Freundschaft bekanntlich auf. Nur waren die beiden Boxpromoter Wilfried Sauerland und Klaus-Peter Kohl nie die besten Freunde.

Nach außen pflegten sie ein ordentliches Verhältnis, allerdings nicht ohne sich den einen oder anderen Seitenhieb zu verpassen.

Diese gepflegte Fassade könnte nach den Vorkommnissen in Panama allerdings Kratzer bekommen haben.

Wie "bild.de" berichtet, sind sich die beiden Groß-Promoter dort bei der Versteigerung des WBA-Schwergewichts-Kampfes zwischen Nikolai Walujew und dem Amerikaner John Ruiz in die Quere gekommen. Werbung

Millionen-Gebot im Gepäck

Die Zeiten des Nicht-Angriffs-Pakts scheinen vorbei zu sein. Der Matchmaker Sauerlands, Hagen Döring, hatte bei der Versteigerung des Kampfes nicht so leichtes Spiel wie erwartet.

Wie "bild.de" weiter berichtet, war auch Universums Stefan Braune mit in Panama - im Gepäck ein Gebot von zwei Millionen Dollar.

Der Tipp, sein Gebot auf 2,1 Millionen zu erhöhen, erreichte Döring gerade noch rechtzeitig, bevor die in versiegelten Umschlägen mit den Bietersummen der WBA überreicht und geöffnet werden.

Eine halbe Million mehr

Zwar erhielt Sauerland den Zuschlag, musste aber eine halbe Million mehr zahlen als geplant.

Wie Döring mitteilte, ist es unüblich, dass sich die beiden Boxställe überbieten, besonders da keine vertragliche Verbindung zwischen Universum und einem der Boxer besteht.

Klaus-Peter Kohl wollte aber auf "bild.de" nichts von einem neuen Krieg der Promoter wissen: "Wilfried Sauerland hätte sich längst bei mir gemeldet, wenn es ein Problem gäbe."

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