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Wladimir Klitschko hält die Schwergewichts-Gürtel der IBF, WBO und IBO © getty

Für die Titelverteidigung seines IBF-Gürtels muss sich Wladimir Klitschko einen neuen Gegner suchen. Gegner Powetkin ist raus.

Von Hardy Heuer

München - Nun also doch nicht.

Der von Wladimir Klitschko herbeigesehnte Kampf gegen den Nummer-Eins-Herausforderer, Alexander Powetkin, ist geplatzt.

Die International Boxing Federation (IBF) hat dem 30-jährigen Russen verboten, gegen "Dr. Steelhammer" am 11. September in Frankfurt anzutreten (Alle Box-News).

Nachdem der Olympiasieger Powetkin 15 Tage nach dem verlorenen Purse-Bid immer noch nicht den Kampfvertrag unterschrieben hat, wurde er von der IBF aus der Top-Ten der Rangliste gestrichen.

Krankheit als Ausrede

"Nachdem Herr Powetkin auch nicht zur Pressekonferenz am letzten Montag in Frankfurt erschienen ist, angeblich krank und flugunfähig war, hat uns die IBF nun aufgefordert, mit dem nächsten Boxer in der Rangliste Kontakt aufzunehmen", erklärte Klitschko-Manager Bernd Bönte.

Powetkins Manager, Vladimir Hryunov, hat eine Krankheit bestätigt, die für die Abwesenheit seines Schützlings verantwortlich ist:

"Wir waren alle dagegen dass Alexander zu dieser Konferenz fliegt. Er war mit seinem Trainer Teddy Atlas vier Wochen in den USA. Die Klimaanlage in seinem Zimmer war so stark eingestellt, dass er sich eine Entzündung der Nasennebenhöhle zuzog."

Daraufhin soll ihm der Arzt untersagt haben, zur Pressekonferenz zu fliegen.

Sauerland sauer

Wilfried Sauerland, der das Wettbieten um die Austragung des Kampfes gegen Klitschkos Managementgruppe KMG verloren hat, nennt andere Gründe:

"Kein Wunder, dass Alexander Powetkin den Vertrag nicht unterschrieben hat. Es war der mieseste, den ich in 35 Jahren gesehen habe - ein Sklavenvertrag", entzürnte sich der Powetkin-Promoter.

"Aber Alexander, der in den USA mit Coach Teddy Atlas trainiert, und sein Management sind zum Gespräch bei der IBF eingeladen worden. Mal abwarten", lässt er eine mögliche Wende offen.

Peter als Alternative

Als Ersatz-Gegner stünde nun Samuel Peter zur Verfügung, der bereits 2005 Klitscho drei Mal auf die Bretter schickte, am Ende dennoch nach Punkten klar verlor.

Die Zeit des 29-jährigen Nigerianers ist aber auch so langsam abgelaufen.

Am 11. Oktober 2008 traf er auf Wladimirs Bruder Vitali - und ging komplett unter.

Peter, der auf den Kampfnamen "Nightmare" hört, gab in der neunten Runde auf, nachdem er in den acht Runden zuvor zahlreiche Treffer einstecken musste.

Trotzdem wird Wladimir Klitschko ihn nun zum Tanz auffordern. Bönte erklärt: "Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Kampf bis Anfang nächster Woche in trockenen Tüchern haben."

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