vergrößernverkleinern
Wladimir Klitschko (l.) ist elf Zentimeter größer als Samuel Peter © getty

Wladimir Klitschko verteidigt gegen Samuel Peter seine WM-Titel. SPORT1 stellt beide in einem Head-to-Head gegenüber.

Von Tanja Eberl

München - Wenn am Samstag in der Commerzbank-Arena in Frankfurt IBF- und WBO-Weltmeister Wladimir Klitschko seine WM-Titel im Schwergewicht verteidigt, trifft der Ukrainer auf einen alten Bekannten.

Herausforderer Samuel Peter hat es bereits mit beiden Klitschkos zu tun gehabt, beide Male ging er jedoch als Verlierer aus dem Seilgeviert. (Klitschko mit allen Mitteln gegen den Albtraum)

Zudem war er bereits schon einmal der Sparringspartner von Wladimir. Nun sinnt der gebürtige Nigerianer auf Rache. "Jetzt werde ich vollenden, was mir damals nicht gelang", hatte der 30-Jährige in der "Sport Bild" erklärt.

Niederlage nach Punkten

Während er am 11. Oktober 2008 im Fight gegen Bruder Vitali keine Chance hatte, brachte er bei seinem ersten Aufeinandertreffen am 24. September 2005 Wladimir Klitschko an dessen Grenzen. Dreimal schickte "The Nigerian Nightmare" den Champion zu Boden.

Letztlich unterlag er nach Punkten. Gerade hier könnte ein Knackpunkt für den Kampf liegen. Peter weiß, was er zu tun hat und Wladimir wiederum weiß, was er zu erwarten hat.

Wenn es der Herausforderer schafft, seinen unbedingten Siegeswillen von damals wieder hervorzuholen, durch explosive Vorstöße in den Infight kommt und seinen guten Punch ins Ziel bringt, könnte er erneut Wladimir gefährlich werden.

Fast alle Trümpfe bei Klitschko

Allerdings hat der Titelverteidiger nahezu alle anderen Trümpfe in der Hand. "Dr. Steelhammer" liegt dank seiner guten Technik, seiner Physis (zehn Zentimeter mehr Reichweite und elf Zentimeter größer) und auch seiner Erfahrung mit 57 absolvierten Kämpfen (davon 18 WM-Fights) eindeutig vorn. ("Wladimir ist extrem stark")

Zudem hat es Klitschko gelernt, seine Gegner mit seinem herausragenden Jab geschickt auf Distanz zu halten und auf Fehler des Gegenübers zu warten. Er ist taktisch gereift. Von der Fitness her ist er wie immer bestens durch Coach Emanuel Steward vorbereitet.

Fragezeichen hinter der Fitness

Inwieweit Peter diesbezüglich mithalten kann, ist noch offen. Der um vier Jahre jüngere Akteur fiel oftmals mit einem alles andere als guten Fitnesszustand auf. Gerade die Beinarbeit wirkte oft etwas behäbig. Immerhin hat er jetzt deutlich weniger Gewicht auf den Rippen als zuletzt bei seinen Kämpfen.

Mit seinem neuen Trainer Abel Sanchez hat er sich in Kalifornien vorbereitet. Wladimir Klitschko hat großen Respekt vor seinem Kontrahenten. "Er hat sich technisch verbessert. Zudem ist er ein Puncher. Vor vielen anderen Gegnern, die mein Bruder und ich hatten, mussten wir uns nicht so sehr vor deren Schlagkraft fürchten", so der 34-Jährige bei "Skysports".

Bleibt also abzuwarten, ob Peter wirklich zum "Albtraum" von Klitschko wird.

Sport1.de stellt die beiden Kontrahenten in einem Head-to-Head-Vergleich gegenüber.

Zum Forum ? jetzt mitdiskutieren Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel