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Felix Sturm (l.) verteidigt gegen Herausforderer Sebastian Sylvester seinen Titel © getty

In aufgeheizter und aggressiver Atmosphäre lässt Felix Sturm seinem Herausforderer Sebastian Sylvester keine Chance.

Oberhausen - Triumph für Felix Sturm: Der Weltmeister aus Leverkusen hat im deutschen Duell mit Pflichtherausforderer Sebastian Sylvester aus Greifswald seinen WBA-Titel im Mittelgewicht erfolgreich verteidigt.

Der 29-Jährige setzte sich vor 9200 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Oberhausen durch einen überlegen herausgeboxten einstimmigen Punktsieg nach zwölf Runden durch und feierte damit seinen 31. Sieg im 34. Profikampf.

Mit einer beeindruckenden Leistung war er klar der Chef im Ring und ließ dem Herausforderer nie eine Chance.

Sylvester musste im ersten WM-Kampf seiner Karriere die dritte Niederlage im 32. Fight hinnehmen.

Persönliche Antipathien

Der erste WM-Kampf zweier deutscher Boxer seit acht Jahren stand wegen der persönlichen Antipathien der beiden Kämpfer unter besonderer Spannung.

Über Monate tauschten beide Seiten Beleidigungen und Provokationen aus. Sturm verweigerte im Vorfeld dem Greifswalder einen Handschlag und lehnte auch gemeinsame Fotos ab.

Sylvester und sein Anhang sprachen den gebürtigen Leverkusener konsequent ausschließlich mit dessen bosnischem Geburtsnamen Adnan Catic an.

Aufgeheizt und aggressiv

Auch in der Halle war die Stimmung zwischen den beiden Fanlagern aufgeheizt und aggressiv.

Sturm war wegen seiner besseren Technik und größeren Erfahrung als Favorit in den Kampf gegangen. Für den Champion war es bereits die fünfte Verteidigung seines WBA-Titels.

Insgesamt bestritt der Mittelgewichtler vom Hamburger Universum Boxstall bereits seinen elften Weltmeisterschafts-Kampf.

Ex-Europameister Sylvester hatte sich das Herausforderer-Recht im April durch einen überzeugenden K.o.-Sieg über den ehemaligen Sturm-Bezwinger Javier Castillejo (Spanien) erkämpft.

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