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Der Greifswalder Sebastian Sylvester hat von seinen 33 Siegen 17 durch K.o. errungen © getty

Sebastian Sylvester hat im WM-Fight gegen den Stallgefährten Mahir Oral die Fans hinter sich. Er hofft aufs Rematch gegen Sturm.

Hamburg - Ein Star in Mecklenburg-Vorpommern: Wenn Sebastian Sylvester irgendwo zwischen Meer und der Müritz in den Ring steigt, vergisst der norddeutsche Fan seine sonstige Zurückhaltung.

Der 30 Jahre alte Mittelgewichtler ist ein Publikumsliebling in seinem Heimatland und wird auch am Samstag (22. 30 Uhr) in Rostock wieder die Halle füllen, wenn er im Kampf um den WM-Titel der IBF auf den Hamburger Herausforderer Mahir Oral trifft.

Das Publikum steht wie eine Wand hinter mir, deshalb beschäftige ich mich erst gar nicht mit dem "Gedanken, dass ich verlieren könnte", sagt der 30 Jahre alte Blondschopf vor seiner dritten Titelverteidigung.

Oral: Besser vorbereitet als gegen Abraham

Und natürlich geht er auch als klarer Favorit in den Kampf gegen den 36. der Weltrangliste. Dennoch erwartet Sylvester harten Widerstand: "Mahir wird bis zum Umfallen kämpfen. Ich stelle mich auf einen spektakulären Schlagabtausch ein."

Für den 30 Jahre alten Deutsch-Türken Oral ist es die zweite WM-Chance. Im Juni 2009 unterlag er Arthur Abraham nach einer starken Leistung erst in der zehnten Runde durch technischen K.o.

Er sei damals nicht ganz hundertprozentig vorbereitet gewesen, so der Hamburger. Jetzt sei die intensive Vorbereitung zehn Wochen lang gewesen. "Ich kann auch in der letzten Runde noch so viel Gas geben wie in der ersten."

Letzte Chance im Stallkampf

Oral hat im Sommer den umstrittenen Hamburger Promoter Ahmed Öner verlassen und für vier Kämpfe bei Sauerland unterschrieben.

Der Kampf ist also auch ein Stallduell. "Das ist jetzt wahrscheinlich meine letzte WM-Chance", sagt Oral, "ich bin zu 110 Prozent sicher, dass ich sie nutzen werde."

Der Herausforderer hat dabei prominente Unterstützung in seiner Ringecke. Regisseur Fatih Akin ist ein Freund und Fan von Oral und boxt selbst als Fitnesstraining.

Skandinavierrinnen als Aperitif

Für Sylvester soll der ehemalige Sparringspartner aber nur eine weitere Stufe der Karriereleiter werden. Neben der immensen Popularität in Deutschlands Nordosten wünscht er sich den Durchbruch im ganzen Bundesgebiet. (Skandal-Urteil: Sylvester-Gegner wittert Betrug)

Einmal bereits durfte er am großen Ruhm schnuppern, unterlag vor zwei Jahren im WM-Kampf um den WBA-Titel aber gegen Felix Sturm klar nach Punkten.

"Ich habe mich seitdem klar verbessert", sagt Sebastian Sylvester und hofft auf ein Re-Match gegen den Leverkusener: "Sturm gegen mich könnte ein interessanter Fight werden. Ich wäre bereit."

Als Aufwärmprogramm für das Publikum gibt es noch einen weiteren WM-Kampf. Cecilia Braekhaus (Norwegen) verteidigt ihre Gürtel der Verbände WBC, WBA und WBO im Weltergewicht gegen die Schwedin Mikaela Lauren.

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