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Vitali Tajbert gewann 2004 als Amateur Olympia-Bronze in Athen © getty

Vitali Tajbert verliert in Japan seinen Gürtel bei der ersten Verteidigung gegen Aoh - und erklärt es mit einer Verletzung.

München - Vitali Tajbert hat seinen Weltmeistertitel des Verbandes WBC im Superfedergewicht bereits bei der ersten Titelverteidigung wieder verloren.

Der Stuttgarter unterlag am Freitag im japanischen Nagoya dem einheimischen Pflichtherausforderer Takahiro Aoh nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (112:117, 112:115, 112:116).

Für den 28 Jahre alten Schwaben war es die zweite Niederlage im 22. Profikampf (Highlights ab 21 Uhr im TV auf SPORT1).

Erst im Mai hatte er den Titel durch einen Punktsieg über den Mexikaner Hugo Velasquez gewonnen.

Niederschlag und Handverletzung

Tajbert musste nach überlegenem Beginn in der dritten Runde nach einer krachenden Linken zu Boden - der erste Niederschlag seiner Karriere.

"Das hat mich aber nicht sonderlich beeindruckt und aus dem Konzept gebracht", meinte der entthronte Champion hinterher:

"Schlimmer war, dass ich mir in der zweiten Runde bei einem Schlag die rechte Hand verletzt habe."

"Unbedingt ein Rückmatch"

Dies habe ihn den gesamten Rest des Kampfes über behindert, weil es ihm die rechte Gerade als wichtige Waffe gegen den Rechtsausleger genommen habe: "Mit zwei Händen hätte ich Aoh geschlagen."

Tajbert will nun "unbedingt" ein Rückmatch gegen Aoh: "Ich hoffe, er ist so fair, mir ein Rematch zu geben. Er hat ja noch im Ring gesagt, dass er sich gar nicht als Weltmeister fühlt."

Der 26 Jahre alte Japaner - der nach seinem Sieg in Tränen ausbrach - gewann zum 20. Mal in 23 Kämpfen und sicherte sich nach dem WM-Titel im Federgewicht 2009 zum zweitenmal einen WBC-Gürtel.

Zu den Aussichten auf einen Rückkampf meinte Tajberts Promoter Dietmar Poszwa: "Als nächstes wartet auf Aoh Humberto Gutierrez als Pflichtherausforderer. Erst dann wäre ein Rematch möglich. Wir wünschen uns das sehr.?

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