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K.o.-Könige sind sie nicht: Dimitrenko (r.) und Sosnowski setzen auf ihre Ausdauerfähigkeiten © getty

Dimitrenko und Sosnowski kämpfen um den Europameister-Titel. SPORT1 stellt die Kontrahenten im Head-to-Head gegenüber.

Von Olaf Mehlhose und Tanja Eberl

München - Die Rollen sind verteilt.

Wenn Alexander Dimitrenko in der Schweriner Sport- und Kongress-Halle auf Albert Sosnowski (Sa., ab 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) trifft, ist der 28-jährige Universum-Boxer klarer Favorit. (PORTRÄT: Alexander Dimitrenko)

Allerdings hat Sosnowski nicht zuletzt im Kampf mit Vitali Klitschko bewiesen, dass er jedem Gegner das Leben schwer machen kann.

Dimitrenko hat Vorteile im körperlichen Bereich und verfügt über die bessere Ausbildung, ein Fragezeichen steht hinter seinen Nehmerqualtäten. Sosnowski besitzt die größere Erfahrung und einen gefährlichen linken Haken. (PORTRÄT: Albert Sosnowski)

SPORT1 vergleicht die beiden Kontrahenten im Head-to-Head-Vergleich.

Reichweitenvorteile bei Dimitrenko

Dimitrenko ist der Größere und besitzt dadurch deutliche Reichweitenvorteile. Außerdem bringt der gebürtige Ukrainer (115,1 kg) rund 13 Kilo mehr auf die Waage als sein polnischer Gegner (102,3 kg). 318587(DIASHOW: Die Karriere von Alexander Dimitrenko)

Sosnowski zeigte bereits im Kampf gegen Klitschko, dass er mit körperlich überlegenen Gegnern mithalten kann.

Vorteil: Dimitrenko

Sosnowski ohne Amateurerfahrung

Als Amateur gewann Dimitrenko 57 von 65 Kämpfen, 35 davon vorzeitig. 1998 wurde "Sascha" ukrainischer Jugendmeister und 2000 in Budapest Juniorenweltmeister im Superschwergewicht.

Der Herausforderer ist ohne Amateurboxkämpfe, er betrieb zunächst Kickboxen.

Vorteil: Dimitrenko

Dimitrenko einst der Haudrauf

Dimitrenko verfügt über eine exzellente Technik, die er aber nicht immer richtig einsetzt. In der Vergangenheit "prügelte" er bisweilen wild darauf los, anstatt auf seine lange Führhand zu setzen.

Sosnowski ist technisch nicht so gut ausgebildet wie Dimitrenko. Der 31-Jährige wirkt manchmal zu steif. Sein linker Haken ist aber gefährlich.

Vorteil: Dimitrenko

Beide bereit für die Schlacht

Der von Michael Timm betreute Dimitrenkto hat sich laut eigener Aussage sehr gut vorbereitet, auch ein Kampf über zwölf Runden schreckt den Europameister nicht.

[kaltura id="0_vjt3h3qo" class="full_size" title="Die Schlacht um die EM Krone"]

Sosnowski wirkte in seinen bisherigen Kämpfen ebenfalls immer fit.

Unentschieden

?"Dragon" manchmal zu behäbig

Dimitrenko besitzt eine gute Beinarbeit und bewegt sich im Ring schneller als Sosnowski. (VIDEO: Dimitrenko vor der Titelverteidigung)

Der 31-jährige Pole ist nicht der Schnellste, er wirkt manchmal etwas behäbig.

Leichte Vorteile Dimitrenko

Keine K.o.-Könige

K.o-Könige sind sie beide nicht. Dimitrenko hat allerdings die etwas bessere K.o.-Quote (64,52 Prozent).

Sosnowski beendet 56 Prozent seiner Kämpfe vorzeitig.

Leichte Vorteile bei Dimitrenko.

Nachwirkungen der Chambers-Schlappe?

Bei Dimitrenko bleibt abzuwarten, wie er die Niederlage gegen Chambers verdaut hat - Sosnowski ist der erste echte Härtetest nach seiner einjährigen Wettkampfpause. Er gilt als ewiges Talent.

Sosnowksi hat schon öfters mentale Stärke gezeigt, gegen Klitschko wirkte der "Drache" allerdings etwas verunsichert.

Vorteil: Sosnowkski

Sosnowski bewährt als "Löwenherz"

Ein großes Fragezeichen steht hinter den Nehmerqualitäten Dimitrenkos. Schon im Kampf gegen Hoffmann und Chambers zeigte "Dimi" in diesem Bereich Schwächen.

Sosnowski verfügt über ein gutes Kämpferherz und kann auch einiges einstecken.

Vorteil: Sosnowski

SPORT1-Prognose:

Dimitrenkos boxerische und körperliche Vorteile geben schließlich den Ausschlag zugunsten des 28-Jährigen. Der Kampf geht über die volle Distanz, aber Dimitrenko feiert einen deutlichen Punktsieg.

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