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Erfolgreiches Duo: WBA-Weltmeister Felix-Sturm und sein Manager Klaus-Peter Kohl © imago

Die Box-Fans wünschen sich ein Duell zwischen Arthur Abraham und Felix Sturm. Dessen Manager fordert Klarheit von Sauerland.

Von Andreas Kloo

München - Nach dem souveränen Sieg von Arthur Abraham über Raul Marquez sehnen sich die deutschen Box-Fans nach dem ultimativen Mittelgewichts-Duell zwischen Arthur Abraham, dem aktuellen IBF-Weltmeister und Felix Sturm, dem WBA-Champ.

Abraham kündigte sogar an, notfalls auch ohne Gage gegen Sturm zu boxen. "Geld ist nicht interessant, es geht um die Ehre", sagt Abraham prosaisch.

Auch auf Seiten des Wunschgegners sperrt man sich nicht grundsätzlich gegen das große Duell.

Ganz im Gegenteil: "Alle wollen diesen Kampf, die Boxer, die Promoter, die TV-Sender", ist sich Sturm-Manager Klaus-Peter Kohl gegenüber Sport1.de sicher. Aber der Chef des Universum-Boxstalls merkt an: "Die Umstände sind nicht einfach."

Kohl: Sauerland unseriös

Ein Hindernis sind die finanziellen Rahmenbedingungen. Abraham-Manager Sauerland berichtet von drei Millionen, die Sturm für den Kampf angeblich fordere. "Also muss Arthur ebenfalls drei Millionen bekommen."

Kohl möchte diese Zahlen nicht kommentieren: "Es bringt nichts, öffentlich mit Summen um sich zu schmeißen. Wenn Herr Sauerland es wirklich ernst meint, sollte er mich anrufen und nicht den Weg über die Öffentlichkeit wählen. Alles andere ist für mich unseriös."

Sturm äußert sich abschätzig

Trotz der finaziellen Unklarheiten diskutieren die Box-Fans schon eifrig, wer denn in diesem Kampf das bessere Ende auf seiner Seite haben würde. Viele sehen dabei Abraham vorne. Der gebürtige Armenier gewann alle seiner 28 Profikämpfe, 23 davon vorzeitig.

Felix Sturm dagegen bewertet Abraham geringschätzig. "Ich sehe Arthur nicht als Konkurrent an. Er hat nur eine Waffe, seinen harten Schlag", wird Sturm im "Hamburger Abendblatt" zitiert. Vom Können her sieht sich der 29-Jährige "König Arthur" überlegen: "Ich zeige technisches Boxen und kein wildes Rumgehaue."

Schöne markige Worte - perfekt für das offizielle Wiegen vor dem Kampf.

Wettlauf gegen die Zeit

Doch fraglich ist auch, welcher Sender diesen Kampf zeigen würde. Abraham ist bei der ARD vertraglich gebunden, Sturm beim ZDF, eine gleichzeitige Übertragung auf beiden Sendern ist schwer vorstellbar.

Fest steht, dass sich die Promoter mit der Einigung beeilen müssen. Denn Artur Abraham wird wohl bald ins Super-Mittelgewicht aufsteigen, wie Wilfried Sauerland kürzlich bestätigte.

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