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Marco Huck (l.) verteidigte gegen Denis Lebedew seinen Titel zum fünften Mal © getty

Der Bielefelder verteidigt seinen WBO-Titel gegen Denis Lebedew trotz einer Verletzung. Aber der Sieg ist umstritten.

Berlin - Box-Weltmeister Marco Huck hat seinen Titel im Cruisergewicht nach einem harten Kampf erfolgreich verteidigt - auch wenn sein Triumph überaus knapp und umstritten war.

Der Bielefelder besiegte in der Berliner Max-Schmeling-Halle Pflichtherausforderer Denis Lebedew aus Russland nach Punkten mit 2:1 Richterstimmen und darf sich weiterhin mit dem WM-Gürtel des Weltverbandes WBO schmücken.

Nach dem Kampf erklärte Huck, dass er in der vierten Runde einen Rippenbruch erlitten habe. "Trotzdem habe ich mein Kämpferherz gezeigt", sagte er: "Der liebe Gott hat mir geholfen, auch wenn danach jeder Schlag wie ein Messerstich war."

Lebedew wundert sich

Sein Gegner akzeptierte die Niederlage nicht: "Ich finde nicht, dass ich verloren habe", sagte er zu der knappen Richterentscheidung gegen sich. "Ich hab mir Vorteile erarbeitet und dachte, dass er gut läuft, aber anscheinend, hab ich mich vertan."

Wobei Lebedew nicht der einzige war, der das Punktrichter-Urteil nicht verstand: "Ich habe den Sieg eher bei Lebedew gesehen. Er hat den Kampf gemacht", befand der deutsche Ex-Weltmeister Henry Maske.

Trainer Ulli Wegner atmete nach dem Sieg durch: "Wir haben alle gesehen, dass es ganz knapp war." Seine Erklärung für das strittige Urteil: "Lebedew hat mehr geschlagen, Huck besser getroffen."

31. Sieg im 32. Kampf

Der 26-Jährige Huck, der nach der Niederlage von Supermittelgewichtler Arthur Abraham gegen den Briten Carl Froch als neues Zugpferd im Sauerland-Stall gilt, verteidigte seinen Titel zum fünften Mal erfolgreich.

Zudem feierte "Käpt'n" Huck im 32. Profikampf seinen 31. Sieg. Für den 31-jährigen Lebedew war es im 22. Fight seiner Karriere die erste Niederlage überhaupt.

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