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David Haye (rechts) verteidigte seinen WBA-Titel erst im November gegen Audley Harrison © getty

Die Verhandlungen bewegen sich: Der Brite ist sich mit Wladimir Klitschko nach langem Sträuben in einem wichtigen Punkt einig.

Hamburg - In den Verhandlungen um den lange erwarteten Kampf gegen WBA-Weltmeister David Haye ist dem Lager von IBF- und WBO-Champion Wladimir Klitschko ein erster Teilerfolg gelungen.

Nachdem der Brite es über Monate hinweg abgelehnt hatte, die Einnahmen aus dem Schwergewichts-Duell gleichmäßig aufzuteilen, zeigt er sich nun offenbar zu dem von Klitschko vorgeschlagenen Modell bereit.

"Wir sind einen Schritt weitergekommen. Es hat sich gezeigt, dass es gut war, bei unserer Position zu bleiben. Wir haben diesen Schlüssel schließlich immer wieder angeboten", sagte Klitschkos Manager Bernd Bönte.

Fortschritt, aber kein Durchbruch

Überbewerten wollte er die Signale aus Großbritannien jedoch nicht: "Von einem Durchbruch sind wir noch immer weit entfernt. Es gibt noch sehr viele andere Punkte zu klären. Wie ich die Verhandlungen bisher erlebt habe, kann das auch noch an den kleinsten Kleinigkeiten scheitern."

So sind Zeitpunkt und Austragungsort des Kampfes weiterhin offen.

Nach Angaben von Bönte habe Haye in den Gesprächen aber zumindest den Eindruck vermittelt, dass er den "Kampf möglichst zügig" wolle.

Kampf vielleicht im Frühjahr

"Wenn wir bis zum 4., 5. oder 6. Januar keine schriftliche Einigung haben, wird Wladimir gegen Dereck Chisora antreten", sagte Bönte. Die Option auf einen Kampf gegen den Engländer laufe am 7. Januar aus.

Ursprünglich hätte Wladimir Klitschko seine Titel schon am 11. Dezember in Mannheim gegen Chisora verteidigen sollen. Wegen eines Faserrisses in der Bauchmuskulatur musste der Ukrainer jedoch kurzfristig passen.

Der Fight könnte für das kommende Frühjahr neu angesetzt werden.

Hat Haye Angst vor Vitali?

Laut Haye wird Klitschko von der Alternative Chisora keinen Gebrauch machen müssen.

"Wir haben hinter die Probleme einen Haken gemacht. Jetzt hoffe ich, dass Wladimir genau so begierig auf den Kampf ist, wie ich es bin", wird der 30-Jährige vonm Onlineportal "Fightnews" zitiert: "Es gibt keine Entschuldigungen mehr. Wir haben gezeigt, dass es uns ernst damit ist, diesen Fight auszutragen."

Ein Duell von Haye mit Wladimirs Bruder und WBC-Champion Vitali Klitschko scheint hingegen vom Tisch.

"Haye hat gesagt, dass er nicht gegen Vitali kämpfen will", sagte Bönte: "Er scheint sich nicht zu trauen."

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