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Schwergewichtler Dereck Chisora gewann bislang jeden seiner 14 Profi-Kämpfe © getty

Klitschko-Gegner Dereck Chisora geht wieder in die Vollen: Er feuert gegen David Haye und verspricht Wladimir den K.o.

Von Martin Hoffmann

München - Dereck Chisora, der nächste WM-Herausforderer von Wladimir Klitschko, hat seine Vorliebe zum "Trash-Talk" schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Ob es die Klitschkos waren ("die Einmärsche sind das beste, was sie zu bieten haben"), Wladimirs Freundin Hayden Panettiere ("nicht größer als ein Meter") oder sein Coach Emmanuel Steward ("ein Onkel Tom"): Jeder bekam schon sein Fett weg.

Da überraschte es etwas, dass sich der Brite bei seinem jüngsten Pressetermin in London eher zurückhielt, was das Klitschko-Lager anging (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News).

Stattdessen feuerte er aus allen Rohren in Richtung der dritten Größe der Schwergewichts-Szene: David Haye.

"Ein verlogener Verlierer"

Dem WBA-Champion unterstellt der Britische Meister eine groß angelegte Lügenkampagne - mit Blick auf Hayes Pläne, nach den möglichen Vereinigungskämpfen gegen beide Klitschkos zurückzutreten.

"Er sagt jedem: 'Ich werde am Jahresende zurücktreten und dann mein Vermächtnis haben'", sagte Chisora und fügte ironisch hinzu: "Aber sein Vermächtnis ist der Audley-Harrison-Kampf - der aufregendste Kampf der Schwergewichts-Geschichte."

Haye habe kein Vermächtnis irgendeiner Art: "Er spielt nur mit den Medien. Er wird nicht zurücktreten, denn er ist ein Lügner! Lügner! Lügner!"

Haye sei "ein verlogener Verlierer, von Anfang bis Ende. Das ist die Wahrheit über diesen Mann."

Wie Spinks gegen Ali und Douglas gegen Tyson

Er selbst plant trotz seiner fehlenden Erfahrung auf Weltklasse-Niveau am 30. April in Mannheim einen geschichtsträchtigen Überraschungssieg über den IBF- und WBO-Weltmeister Wladimir.

Chisoras Promoter Frank Warren erklärte, der Sieg Chisoras über Klitschko würde in einer Reihe stehen mit Leon Spinks' Triumph über Muhammed Ali und James "Buster" Douglas' Triumph über Mike Tyson.

"Dereck glaubt an sich, er glaubt, dass er einen Schocker kreieren kann", meinte Warren.

Promoter ließ sich überreden

In einem für dieses Geschäft ungewohnten Moment ließ er aber auch ein wenig hinter die Fassade des branchenüblichen Selbst-Hypes blicken.

Warren gab zu, dass er Chisora noch nicht gegen Klitschko in den Ring steigen lassen wollte - sondern dass er sich erst von seinem selbstbewussten Schützling überreden ließ.

Das demonstrierte Chisora einmal mehr, als er erklärte, dass ihn die Absage des ursprünglich im Dezember geplanten Fights nicht aus dem Konzept gebracht hätte.

"Ich habe einen Burger gegessen"

Seine Reaktion darauf? "Ich bin ausgegangen und habe einen Burger gegessen."

Er sei sicher "viele Schwachstellen bei Klitschko" ausgemacht zu haben.

Welche? "Ihr werdet es sehen, wenn ich ihn ausknocke."

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