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Wladimir Klitschko (l.) und David Haye treffen im Sommer erstmals im Boxring aufeinander © imago

Die letzte Hürde vor dem Duell zwischen Wladimir Klitschko und David Haye ist genommen. Drei deutsche Stadien sind im Rennen.

München - Wladimir Klitschko will "die Fäuste sprechen lassen", David Haye "die Ära Klitschko ein für allemal beenden":

Nach einer jahrelangen Hängepartie ist der Titelvereinigungs-Kampf zwischen den beiden Box-Weltmeistern endgültig perfekt.

Die Parteien unterzeichneten am Montag die entsprechenden Verträge und werden sich am 25. Juni oder am 2. Juli im Ring gegenüberstehen.

Sollte das Duell in Deutschland über die Bühne gehen, kommen die Fußball-Stadien in Dortmund, Kaiserslautern oder Gelsenkirchen als Austragungsort in Frage.

Zwei Optionen im Ausland

Allerdings werden auch noch zwei Optionen im Ausland geprüft. Ein Heimkampf für Haye steht allerdings nicht zur Disposition. Nach Angaben von Klitschko-Manager Bernd Bönte wird der Kampf "auf jeden Fall zur deutschen TV-Prime-Time" stattfinden.

"Ich freue mich, dass ein Klitschko-Kampf gegen David Haye endlich zustande kommt. Es ist der Traum meines Bruders und auch meiner, alle vier Titel in der Familie zu vereinen. Diese einmalige Chance werde ich mir nicht nehmen lassen", sagte Wladimir Klitschko, der die Gürtel der Verbände IBF und WBO hält.

Und weiter: "Haye hat gegen uns ja schon zweimal gekniffen und klopft schon wieder große Sprüche. Jetzt ist es endlich so weit, die Fäuste sprechen zu lassen."

Haye: "Werde ihn vernichtend schlagen"

Auch WBA-Champion Haye gab sich gewohnt selbstbewusst.

"Seit ich ins Schwergewicht gewechselt bin, war klar, dass dieser Kampf eines Tages kommen wird. Genauso klar ist auch das Ergebnis: Ich werde ihn vernichtend schlagen und die Ära Klitschko ein für allemal beenden", tönte der Brite, der 25 (23 durch K.o.) seiner bisherigen 26 Profikämpfe gewann.

Wladimir Klitschko, dessen älterer Bruder Vitali als WBC-Weltmeister geführt wird, siegte in 55 von 58 Fights und gewann 49-mal vorzeitig.

Die Einnahmen aus dem angeblich rund 25 Millionen Euro schweren Titelkampf werden zwischen beiden Boxern geteilt.

Chisora-Absage unabhängig von Haye-Kampf

Das eigentlich für den 30. April in Mannheim geplante Duell mit Hayes Landsmann Dereck Chisora hatte Klitschko bereits in der vergangenen Woche abgesagt. Der Ukrainer leidet weiter an einer nicht vollständig ausgeheilten Bauchmuskelverletzung.

Der Ausfall des Kampfes hat nach Angaben von Bönte aber nichts mit dem nun vereinbarten Duell mit Haye zu tun.

Bönte: "Mehr als ein Boxkampf"

Der Manager zeigte sich nach der Vertragsunterzeichnung erleichtert.

"Ich bin sehr froh, dass wir nach äußerst schwierigen und langwierigen Verhandlungen den Fans weltweit den Kampf bieten können, den alle sehen wollen", meinte Bönte: "Das ist sicherlich mehr als nur ein Boxkampf, sondern wird ein Event, auf das die gesamte Sportwelt schauen wird."

Seit Ende 2008 trat Haye immer wieder mit üblen Verbalattacken gegen die Klitschkos in Erscheinung. Die Beleidigungen gipfelten im April 2009. Damals zeigte sich der Brite in einem bedruckten Shirt, auf dem er die abgetrennten Köpfe der Klitschkos in Händen hielt.

Zwei Absagen des "Hayemaker"

Im Juni 2009 ließ der "Hayemaker" den Kampf gegen Wladimir Klitschko in der Schalker Arena wegen einer Verletzung platzen.

Wenige Wochen später sagte er einen Kampftermin gegen Vitali Klitschko ab, weil er mit den Vertragskonditionen nicht einverstanden war.

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