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Vitali Klitschko feiert im 44. Kampf als Profi seinen 42. Sieg © getty

Ein Treffer genügt dem Vitali Klitschko, um seinen WM-Titel zu verteidigen. Solis wird zum Buhmann, sein Knie ist kaputt.

Köln - Profibox-Weltmeister Vitali Klitschko hat seinen WBC-Titel im Schwergewicht durch einen Blitz-K.o. erfolgreich verteidigt.

Der 39-jährige Champion aus der Ukraine besiegte am späten Samstagabend in Köln den Weltranglistenersten Odlanier Solis aus Kuba bereits in der ersten Runde und feierte damit seinen 42. Sieg im 44. Profikampf.

Solis, der die erste Niederlage seiner Profikarriere hinnehmen musste, wurde nach dem extrem kurzen Kampf von den 19.000 Zuschauern gnadenlos ausgepfiffen (EINWURF: Eine Schande? Nein: Boxen!).

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Bänderverletzung bei Solis?

Der Kubaner aus dem Boxstall von Promoter Ahmet Öner fiel schon beim ersten Treffer von Klitschko um, verdrehte sich das Bein und kam anschließend nur schwerfällig wieder auf die Beine.

"Es war kein Niederschlag, sondern das Knie", betonte Öner daher nach dem Kampf. 241930(DIASHOW: Vitali Klitschkos beste Kämpfe)

Am Tag darauf verkündete der Boxstall, dass Solis sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des äußeren Meniskus' sowie einen Knorpelschaden zugezogen habe.

Auf Krücken verließ Solis am Morgen nach dem Kampf gegen den WBC-Weltmeister das Krankenhaus, weitere Untersuchungen folgen im Laufe des Tages: "Danach werden wir Gewissheit haben, ob eine Operation nötig ist", so Promoter Ahmet Öner.

Wladimir kann Traum perfekt machen

Vitali Klitschko verteidigte sein Championat damit zum sechsten Mal erfolgreich und lieferte seinem Bruder Wladimir Klitschko eine Steilvorlage für dessen nächsten Kampf.

Der Doppelweltmeister trifft wahrscheinlich Anfang Juli auf den Dritten David Haye, der zur Zeit den Weltmeistertitel der WBA hält.

Bei einem Sieg von IBF-WBO-Titelträger Wladimir Klitschko hätten die beiden Ukrainer die Gürtel aller vier großen Weltverbände inne.

Klitschkos Kampf gegen das Pfeifkonzert

"Ich bin enttäuscht, weil wir nur eine Runde von zwölf gesehen haben. Aber nach dem Volltreffer wollte er nicht mehr weiterkämpfen", sagte Klitschko, der beim Interview mehr Mühe hatte, gegen das Pfeifkonzert anzukämpfen als vorher mit dem Gegner.

"Ich habe mir beim Fallen weh getan, ich habe mich verletzt. Das war Pech, aber das sind Dinge, die passieren nun mal leider", sagte Solis, den Tränen nahe: "Es wird mich viel Zeit kosten, bis ich das verkraftet habe, denn ich bin Niederlagen normalerweise nicht gewohnt."

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