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Und auch die Klitschko-Gegner kriegen ihr Fett weg: "Klitschko hat nur gegen fette Puddings gekämpft, die sich nicht wehren konnten"
David Haye trifft am 25. Juni oder 2. Juli auf Wladimir Klitschko © getty

David Haye verhöhnt den Kubaner ob seiner "westlichen Völlerei". Auch die Klitschkos gehen bei der Verbalattacke nicht leer aus.

Von Andreas Berten

München - Für mitteilungsbedürftige Menschen sind soziale Netzwerke ein Segen. Da ist David Haye angesichts vieler Millionen Nutzer keine Ausnahme.

Von seinem Trainingscamp in Miami aus hat der WBA-Schwergewichts-Weltmeister nun in die Welt gezwitschert, was er von Vitali Klitschkos Blitz-k.-o.-Sieg und vor allem von dessen Gegner Odlanier Solis hält. 368142(DIASHOW: Die Bildes des Kampfes)

Nämlich gar nichts.

Der Kubaner sei ein "fetter Faulpelz", verkündet Haye, bekannt für seine große Klappe, via Twitter. Und als Kolumnist bei "boxingscene.com" verhöhnt der Brite Solis als Flüchtling, der in der westlichen Welt statt dem Boxen nur dem Fast Food verfallen sei.

Klar, dass auch die Klitschkos wieder eine Breitseite des 30-Jährigen abbekommen.

"Kein Wunder, bei so viel Fett"

Vor den Ukrainern nimmt sich Haye aber zunächst Odlanier Solis vor, der am Samstag in Köln gegen Vitali Klitschko schon in der ersten Runde zu Boden ging und sich beim Sturz schlimme Verletzungen am rechten Knie (Kreuzbandriss, Knorpelschaden) zuzog.

"Und deshalb sollte man nicht übermäßig viel Körperfett haben. Bei einem mageren, gesunden, 30-jährigen Athleten kommen solche Bänderverletzungen ohne Grund nicht vor", wettert Haye.

Mit seinen 112 Kilo wirkte Solis wahrlich nicht annähernd austrainiert wie sein 39 Jahre alter Kontrahent Klitschko. Im Höhentrainingslager speckte er zuvor gar noch satte 24 Kilo ab. (EINWURF: Eine Schande? Nein: Boxen!)

"Solis wusste, wie er Vitali besiegen kann. Aber Jahre der Völlerei haben ihn daran gehindert, ihn besiegen zu können", so Haye, "er wird unglücklich niedergehen als ein weiterer fetter Faulpelz."

Solis als "Humpty Dumpty" verspottet

Ein verbaler Volltreffer, wie ihn Solis eigentlich im Ring gegen Klitschko setzen wollte. Haye nimmt nun bittersüße Revanche für die Verbalattacken, die Solis-Promoter Ahmet Öner, der sich auch bei der PK übelst im Ton vergriff, zuvor abgefeuert hatte:

"Es tut mir leid, David, aber wir müssen dir die Show stehlen. Dein Kampf gegen Wladimir ist sicher eine große Sache, aber wir werden zuerst für einen weltweiten Aufschrei sorgen."

Nun macht sich Haye selbst über Solis lustig: "Er ist ein fetter, lächerlicher Hinfaller. Humpty Dumpty hat es geschafft, sich selbst aus dem Kampf zu nehmen." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Unbändiger Hunger auf Fritiertes

Auch eine Retourkutsche für die Niederlage, die der Brite vor zehn Jahren gegen Solis einstecken musste. Bei der Amateur-WM 2001 in Belfast konnte "La Sombra" ("Der Schatten") Haye noch besiegen:

"Unglücklicherweise wiegt er jetzt 40 Pfund mehr und hat ungefähr 40 Mal weniger Siegeswillen als noch als 21-Jähriger. Er ist aus Kuba geflohen, um in den USA seine Lust aufs Boxen zu verlieren und stattdessen einen unbändigen Hunger auf fritiertes Essen zu bekommen."

Zugleich werfe Klitschkos 42. Sieg als Profi kein gutes Licht auf ihn: "Er ist immer noch der gleiche 39 Jahre alte Champion, der schon vor dem Sieg gegen Solis war. Aber jetzt hat er noch weniger Gegner, die in der Lage sind, ihn herausfordern zu können."

Bei WBC-Champion Vitali steht nun der Pole Tomasz Adamek (34) auf der To-Do-Liste. Zu einem von Öner geforderten Rückkampf gegen Solis hat er sich noch nicht geäußert.

Duell mit Wladimir vor den Augen

Haye selbst hat es schon bald mit dem jüngeren Klitschko Wladimir (Titelträger nach IBF- und WBO-Version) zu tun. Bis Anfang Mai muss der 34-Jährige erklären, ob er sie Bauchmuskelverletzung, die zur Absage des WM-Kampfes mit Dereck Chisora führte, zur Verfügung steht.

Schon Mitte dieses Monats soll sich entscheiden, wann und wo der Superkampf steigt. Für den 25. Juni oder (als wahrscheinlicherer Termin) 2. Juli haben sich sieben Länder als Ausrichter beworben. 241930(DIASHOW: Vitali Klitschkos beste Kämpfe)

Deutschland wirbt mit mehreren Fußballarenen um die Zusage. Außerdem wollen die USA, Russland, Monaco, die Schweiz, Südafrika und die Vereinigte Arabische Emirate.

"Wladimir wird der Welt seine Angst zeigen"

Haye, der sich mit Hilfe einer ehemaligen Stripperin auf den Kampf vorbereitet, geht fest davon aus, dass sich Vitali eines Tages selbst entthronen wird. "Der Tag wird kommen", sagt der Brite.

Aber: "Zunächst wird sein kleiner Bruder der ganzen Welt seine Angst zeigen. Es wird Wladimir, nicht Vitali, sein, der als Erster in 2011 seine Gürtel verliert."

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