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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Marco Huck ist seit August 2009 WBO-Weltmeister im Cruisergewicht © getty

Marco Huck kann beim Punktsieg über den Israeli nicht überzeugen. Sein Promoter treibt die Planungen für ein Super-Six-Double voran.

Halle/Westfalen - Die "Schlacht vom Teutoburger Wald" endete für WBO-Weltmeister Marco Huck zwar letztendlich mit einem sicheren Erfolg, doch eine Kampfansage für das mögliche Super-Six-Turnier im Herbst war der einstimmige Punktsieg gegen den weithin unbekannten Israeli Ran Nakash nicht.

"Der Gegner hat mir viel abverlangt. Bis zum Schluss musste ich Angst haben, dass Nakash mit einem Schlag durchkommt", sagte der Cruisergewichtler, der vor 5300 Zuschauern im westfälischen Halle einstimmig nach Punkten siegte und damit seinen WM-Gürtel zum sechsten Mal erfolgreich verteidigte.

"Marco kann besser boxen", sagte Trainer Ulli Wegner, der den Kampf über die volle Distanz als "Schlacht vom Teutoburger Wald" titulierte: "Es war eine gute Leistung, aber ich bin verantwortlich, dass er alle Kämpfer beherrscht."

"Nakash ist ein Krieger"

Vor allem der überraschend starke Gegner aus Israel, der gute Nehmerqualitäten zeigte, verhinderte einen schnelleren Sieg des 26-Jährigen.

Nakash, der die "Free Palastine"-Rufe der Zuschauer beim Einmarsch mit einem Lächeln quittierte, war zwölf Tage vor dem Kampf für den eigentlichen Herausforderer Giacobbe Fragomeni aus Italien eingesprungen. Dieser hatte wegen einer Verletzung abgesagt.

Für Nakash war es im 26. Profikampf die erste Niederlage. "Nakash ist ein Krieger", lobe Wegner den Israeli, der in seiner Heimat Nahkampfausbilder der Armee ist.

Drei Teilnehmer bei Sauerland

Richtig ernst wird es für Huck voraussichtlich im Herbst.

Sauerland-Event plant im Cruisergewicht ein ähnliches Turnier, wie es zurzeit im Supermittelgewicht mit Arthur Abraham läuft. 327124(DIASHOW: Huck vs. Lebedew)

Absagen und ein Terminchaos wie beim Super-Six, wo im Mai die Halbfinals anstehen, soll zwei Gewichtsklassen höher aber vermieden werden.

In Huck, IBF-Champion Steve Cunningham und Juan-Pablo Hernandez hat Sauerland drei der potenziellen Teilnehmer selbst unter Vertrag hat. Der polnische WBC-Champion Krysztof Wlodarcyk und der Russe Denis Lebedew sind ebenfalls angefragt.

"Erst einmal eine Pause"

Huck hatte nach dem anstrengenden Kampf aber erst einmal anderes im Sinn.

"Ich brauche erst einmal eine Pause", sagte der lange in Bielefeld lebende Boxer: "Ohne das Publikum im Rücken wäre das heute vielleicht schief gegangen."

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