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Alexander Dimitrenko gewann 31 seiner 32 Profi-Kämpfe, 21 durch Knockout © getty

Der Europameister fordert WBC-Champion Vitali zum Kampf - und will den Schwergewichts-WM-Titel nach Deutschland holen.

Von Martin Hoffmann

München - Zuerst sorgte er mit einem Zusammenbruch noch vor dem Kampf für Aufsehen, dann gelang ihm im zweiten Anlauf der Gewinn des EM-Titels gegen Albert Sosnowski.

Nun will Alexander Dimitrenko den nächsten Schritt vollziehen: Er fordert einen Weltmeisterschafts-Kampf gegen Vitali Klitschko.

"Es ist Zeit, mein ultimatives Ziel zu verfolgen, und den WBC-Titel, der momentan von Vitali Klitschko gehalten wird, zu holen", erklärt der 29-Jährige auf der russischen Internetseite "Allboxing.ru".

Der im vergangenen Herbst eingebürgerte Dimitrenko will "den WM-Titel zurück in meine neue Heimat bringen: nach Deutschland".

Das Erbe von Ali und Tyson

Er will der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling werden - und das Erbe von Muhammad Ali, Joe Frazier, Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis antreten, die den WBC-Titel vor Klitschko innehatten.

Doch der Universum-Schützling wird mit dem Griff nach der Schwergewichts-Krone noch warten müssen.

Klitschko verteidigt seinen Titel nach dem Erstrunden-K.o. gegen Odlanier Solis (368142Bilder des Kampfs) am 10. September gegen den Polen Tomasz Adamek. Die Möglichkeit, vorher eine freiwillige Verteidigung einzuschieben, hat er kürzlich verworfen.

Dimitrenko hält sich nach seinem K.o.-Erfolg über Sosnowski aber für reif, Klitschko danach vor die Fäuste zu bekommen.

"Ein Kampf auf Augenhöhe"

"Ein Kampf zwischen mir und Vitali Klitschko wäre ein Kampf auf Augenhöhe. Wir sind beide aus der Ukraine, haben dieselbe Statur, kommen beide aus der sowjetischen Boxschule und wurden von Fritz Sdunek betreut."

Mit persönlichen Attacken will Dimitrenko seine Herausforderung nicht unterstreichen: "Ich habe persönlich nichts gegen Vitali, und ich schätze seine Leistungen sehr. Es ist aber Zeit, dass sich unsere Wege endlich kreuzen."

Weitere Gründe, die Dimitrenko dafür nennt: "Mein Kampf gegen Sosnowski wurde im Internet von über zwei Millionen Leuten angesehen. Das spricht für sich selbst."

Die Fans wollten "unterhaltsame Kämpfe im Schwergewicht sehen: Action und spektakuläre Knockouts. Ich bin Teil dieser neuen Generation, die bereit ist, die Szene zu erobern."

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