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David Haye verlor bislang erst einen seiner 26 Profikämpfe © imago

Der Kampf des Jahres zwischen Klitschko und Haye geht in der Hansestadt über die Bühne. Der Brite spottet schon wieder.

Hamburg/München - Die Hamburger WM-Arena wird am 2. Juli Schauplatz des großen Schwergewichts-Kampfes zwischen Wladimir Klitschko und David Haye sein.

Austragungsort und Termin wurden am Mittwoch vom Klitschko-Management offiziell bestätigt.

Bei dem Kampf, zu dem in der HSV-Arena 50.000 Zuschauer erwartet werden, geht es gleich um drei WM-Gürtel: Klitschko hält die Titel bei der IBF und der WBO, der Engländer wird bei der WBA als Champion geführt.

Sollte der zuletzt verletzte Ukrainer in seiner Wahlheimat nicht in den Ring steigen könnte, würde er durch seinen Bruder Vitali ersetzt.

Klitschko freut sich über Schauplatz

"Ich werde bereit sein, auf diesen Abend habe ich zwei Jahre lang gewartet. Hamburg als Austragungsort für meine Abrechnung mit Haye macht das Ganze noch schöner", erklärte Klitschko. (Klitschko will Haye lange leiden lassen)

Der 30-jährige Brite hatte die Klitschko-Brüder unter anderem mit einem T-Shirt-Bild beleidigt, auf dem er die abgetrennten Köpfe seiner Rivalen in den Händen hält.

Haye lästert eneut

Auch am Mittwoch tönte Haye wieder: "Ich kann es nicht abwarten, da hinzugehen und der Welt zu zeigen, dass ich der wahre Schwergewichtsweltmeister bin.".

Den "Auswärts-Kampf" in Deutschland fürchte er nicht. "Diese Typen reisen nicht gerne, gut, dann fahre ich eben da hin", kommentierte er die Einigung süffisant.

Außerdem lästerte der Brite nochmals über die Sonderwünsche seines Gegners: "Er will als Zweiter in den Ring gehen als Weltmeister, gut. Der will all diese kleinen Dinge, er hält sich für etwas Besseres, also soll er diese Dinge haben", sagte Haye.

Einnahmen werden geteilt

Laut "Hamburger Abendblatt" soll der Kampf des Jahres insgesamt 25 Millionen Euro an TV-Einnahmen und Ticket-Erlösen einbringen.

Die Einnahmen sollen ziwschen beiden Lagern aufgeteilt werden.

Sturm-Kampf verschoben

Der urspünglich zeitgleich angesetzte WM-Kampf von Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm gegen Europameister Matthew Macklin aus Großbritannien wird nun um eine Woche vorverlegt.

Schauplatz bleibt die Arena in Köln. Klitschko hatte zuletzt am 12. Juli 2008 in der Hansestadt geboxt und dabei seinen Titel gegen Tony Thompson aus den USA erfolgreich verteidigt.

Beide Kontrahenten hatten den Kampfvertrag bereits am 7. März unterzeichnet, allerdings noch ohne festen Termin und Austragungsort. Als erste Optionen dafür galten zunächst die Stadien in Franfurt/Main, Düsseldorf und Gelsenkirchen.

Bruder sorgt sich um Ehefrau

Während Wladimir Klitschko dem großen Kampf gegen Haye entgegenfiebert, sorgt sich Bruder Vitali um seine Ehefrau. Er würde seiner Gattin Natalia am liebsten Hallenverbot erteilen.

"Ich finde, sich meine Kämpfe anzusehen, ist eine zu große Belastung. Aber sie droht immer, dass sie sich die Karten auf anderem Wege holt", sagt der Ukrainer der Zeitschrift "Gala".

Seine bessere Hälfte hat sich aber mit den Gefahren im Ring arrangiert. Natürlich habe sie Angst um Vitali, sagte die 37-Jährige, "allerdings so, wie sich vermutlich jede Frau um ihren Mann sorgt, egal ob der nun viel mit dem Auto unterwegs ist, fliegt oder boxt. Mein Mann boxt, das mag für andere schwer vorstellbar sein - für mich ist es Alltag."

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

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