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David Haye gewann bislang 25 von 26 Profi-Kämpfen; 23 davon durch K.o. © getty

Der Brite David Haye verrät seine Taktik für den Mega-Fight gegen Wladimir Klitschko und holt sich Tipps von einer Legende.

Von Tobias Wiltschek

Hamburg/München - Der Boxkampf des Jahres wirft seine Schatten voraus.

Kaum wurde der Fight zwischen Wladimir Klitschko und David Haye für den 2. Juli im Hamburger Fußballstadion terminiert (Bericht), meldet sich der Brite wieder zu Wort.

Im Vergleich zu seinen früheren Äußerungen spricht Haye diesmal mehr über sich als über seinen Gegner, den er in der Vergangenheit schon häufiger verbal unter der Gürtellinie angegriffen hatte. (Haye: Klitschko boxt nur "totes Fleisch")

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Haye: "Unglaublich hart"

"Ich habe sehr schnelle Füße, schnelle Kopfbewegungen und meine Schläge sind unglaublich hart", erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters". Besonders an seiner Schnelligkeit habe er gearbeitet.

"So einem schnellen Gegner wie ich es bin, ist er in seiner Profi-Karriere noch nie gegenübergestanden", ist sich der Engländer sicher.

Langweiliger Kampf?

Er werde versuchen müssen, Klitschko zum Kämpfen zu zwingen, verriet der 30-Jährige seine Taktik.

"Er kann dich mit seiner Führhand zwölf Runden lang zu Tode malträtieren", sagte Haye über Klitschko. "Aber seine rechte Schlaghand lässt er nicht heraus, er kann damit nicht abdrücken."

Der WBA-Weltmeister vermutet sogar, dass sein Gegner versuchen werde, den Kampf zu einer hässlichen und langweiligen Veranstaltung zu machen.

Ratschläge vom Ali-Coach

Dem werde er aber seine Schnelligkeit und Schlagkraft entgegensetzen. "Ich war schon immer fähig, meine Gegner K.o. zu schlagen; mit der einen oder der anderen Hand", tönte der "Köpfer". Deshalb könne er auch den Weltmeister der drei anderen großen Verbände jederzeit "in den Schlaf schicken", wie er sagte.

Um sich perfekt auf den Kampf vor 50.000 Zuschauern in der Hamburger Arena vorzubereiten, holte er sich auch von einer Trainerlegende einige Ratschläge. Angelo Dundee, der einst den großen Muhammed Ali betreut hatte, habe seinen Kampfplan noch einmal optimiert.

"Er hat mir viele gute Tipps gegeben, wie ich mich im Ring taktisch verhalten könnte", sagte Haye, der sich langsam aber sicher in Kampflaune bringt.

Die jahrelangen Streitigkeiten im Vorfeld des Fights zählten nun nicht mehr. "Das einzig Wichtige ist, dass mit dem ersten Gong der Krieg beginnt."

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