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Arthur Abraham gewann bisher 32 seiner 34 Kämpfe, davon 26 durch K.o. © imago

Die Sauerland-Drohung zahlt sich aus: "King Arthur" bekommt zum Super-Six-Halbfinale gegen Ward einen anderen Referee.

Von Philipp Langer

München - "Die erste Runde haben wir bereits gewonnen, ohne das Land zu verlassen", strahlte Wilfried Sauerland.

Grund für die Freude des Promoters von Arthur Abraham vor dem Kampf gegen Supermittelgewichts-Weltmeister Andre Ward ist der Einsatz von Ringrichter Luis Pabon - aus Puerto Rico.

Eigentlich hatte die kalifornischen Kommission einen lokalen Referee für das Super-Six-Halbfinale am 14. Mai eingesetzt - doch draufhin drohte das Abraham-Lager mit dem Boykott des Duells (Bericht).

Zu groß war die Befürchtung, dass der in San Francisco geborene Ward in seinem Heimatstaat bevorteilt werden könnte.

Abraham bereits abgereist

Jetzt allerdings stehe einem fairen Kampf in den USA aber nichts mehr im Wege, betonte Sauerland.

Und auch Abraham wirkte nach dem Ringrichter-Zoff erleichtert: "Ich freue mich, dass alles geklärt ist und danke meinem Management für die Mühen."

Gemeinsam mit seinem Trainer Ulli Wegner ist der 31-Jährige bereits auf dem Weg nach Kalifornien, um sich auf das Duell mit Ward vorzubereiten. (318137DIASHOW: Abraham-Debakel gegen Froch)

"Hätte uns das gerne erspart"

"Viele sehen Ward als Favoriten, aber im Boxen ist alles möglich - besonders, wenn man ordentlich Dampf in den Fäusten hat", gibt sich "King Arthur" selbstbewusst.

Promoter Sauerland hofft nun auf eine ruhige Vorbereitung: "Ich hätte uns das Hin und Her der vergangenen Tage gerne erspart."

Das Vorgehen von Ward-Promoter Dan Goosen und der Kommission lässt ihm dennoch keine Ruhe: "Das Verhalten der kalifornischen Kommission ist mir nach wie vor unerklärlich."

Und weiter: "Wie kann man vertraglich zusichern, einen neutralen Referee zu bestellen, nur um uns dann einen Kalifornier auf der offiziellen Nominierungsliste zu präsentieren?"

Genau wie bei Kessler

Total überrascht dürfte Sauerland dennoch nicht gewesen sein, erlebte er mit dem ebenfalls von ihm gemanagten Dänen Mikkel Kessler bereits eine ähnliche Situation.

"Vor dem Ward-Kessler-Kampf im November 2009 war es genau das gleiche", sagt er. "Vertraglich war ein neutraler Ringrichter zugesichert, doch die Kommission hat kurzerhand einfach einen Kalifornier eingeteilt."

Kessler verlor schließlich, auch weil der Unparteiische Jack Reiss diverse Kopfstöße Wards als unabsichtlich gewertet hatte, durch die der Däne "übel zugerichtet" wurde, so Sauerland.

Das soll Abraham nicht widerfahren: "Wir haben daraus die Lehren gezogen", versichert Sauerland.

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