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Lukas Konecny kann dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum als Profi feiern © imago

Die erste EM-Pflichtverteidigung wird für den Tschechen ein Jubiläum. Christina Hammer muss im WM-Fight gegen eine Schwedin ran.

München - Den EM-Titel hat er schon, mit der Auszeichnung zum "europäischen Boxer des Jahres" durch die EBU steht ihm eine weitere Ehrung bevor.

Doch Lukas Konecny will noch mehr, den WM-Titel.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft für den SES-Boxer ist der Kampf im tschechischen Usti nad Labem am Freitag gegen den Franzosen Hussein Bayram (ab 22 Uhr LIVE im TV bei SPORT1).

"Ich bin noch nicht am Ziel meiner Träume. Da ist noch ein WM-Titel offen", erklärt der 32-jährige Tscheche seine Motivation für den Fight.

50. Profifight für Konecny

Als erster tschechischer Boxprofi konnte er einen Europameistertitel erkämpfen.

Um nun seine WM-Chancen zu erhöhen, wird er sich in seiner Heimatstadt Usti neben der EM-Titelverteidigung auch um die WBO-Intercontinentale Meisterschaft duellieren.

Für den Europameister im Halbmittelgewicht (46 Siege in 49 Kämpfen) ist es die erste Pflichtverteidigung seines Titels. Gleichzeitig ist es auch ein Jubiläum für den Tschechen - er bestreitet seinen 50. Profifight.

Bayram mit Kampfansage

Mit dem offiziellen EBU-Herausforderer im Superweltergewicht, Hussein Bayram (34 Siege in 37 Kämpfen) hat er allerdings keinen leichten Gegner erwischt.

Der Franzose machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass er für einen Sieg nach Usti angereist ist: "Lukas Konecny hat zwar einen Heimvorteil, aber der wird ihm im Kampf nichts nutzen."

Aber auch Konecny zweifelt nicht an seinen Qualitäten. "Es wird ein sehr spannender Fight werden. Das ist sicher. Aber Hussein kann gegen mich nicht gewinnen. Ich werde ihn als Verlierer wieder nach Hause schicken."

Auszeichnung als Motivation

Zusätzliche Motivation holt sich der Europameister in der Auszeichnung der EBU zum europäischen Boxer 2010. Diese wird ihm am 11. Juni bei der Generalversammlung in Dublin überreicht.

Sein Trainer Dirk Dzemski kündigt einen strategischen Kampf an: "Wir haben einen Plan für den Kampf und der wird funktionieren."

Am selben Tag steht für einen weiteren Schützling Dzemskis die Titelverteidigung an.

"Spitzenvergleich im Damenboxen"

Die jüngste deutsche Boxweltmeisterin Christina Hammer (9 Siege in 9 Kämpfen) verteidigt in Usti nad Labem erstmals die beiden WM-Gürtel der WBO und WBF.

Dabei tritt die Nummer eins der Welt im Mittelgewicht gegen die Nummer eins des Superweltergewichts, Maria Lindberg (5 Siege in 6 Kämpfen) an.

"Das Duell der beiden Damen ist der absolute Spitzenvergleich im Damenboxen. Solche Kämpfe braucht das Boxen", kündigt SES-Manager Ulf Steinforth vor dem Fight an.

Gegnerin mit zwei WM-Titeln

Der Kampf wird die bislang schwerste Bewährungsprobe in der Karriere der 20-Jährigen.

Die Schwedin hält selbst zwei WM-Gürtel in ihrer Gewichtsklasse. Sie ist amtierende WIBA und WIBF Weltmeisterin.

Lindberg will früh Druck ausüben und setzt auf ihr Durchhaltevermögen: "Ich gewinne den Kampf vorzeitig durch K.o.. Meine Stärke ist meine Kondition", erklärte sie bei der Pressekonferenz.

"Lindberg ist die schwerste Aufagbe"

Hammer nahm die Kampfansage an: "Der K.o.-Sieg geht in Ordnung, nur werde ich am Ende die vorzeitige Siegerin sein."

Ihr Trainer Dzemski warnt vor der starken Schwedin:

"Maria Lindberg ist die schwerste Aufgabe, die Christina bisher lösen musste. Da sie noch sehr jung ist und nicht so viel Wettkampferfahrung mitbringt, wird sie ihr ganzes Können in die Waagschale werfen müssen."

Gewinnt Hammer den Kampf, kann sie ihre Führungsposition in der Weltrangliste weiter ausbauen.

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