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In Las Vegas ließ Manny Pacquiao (r.) Oscar de la Hoya keine Chance © getty

Beim 100-Millionen-Dollar-Kampf gewinnt Manny Pacquiao sensationell durch technischen K.o. De la Hoya lässt seine Zukunft offen.

Las Vegas - Im millionenschwersten Boxkampf des Jahres hat der zehnmalige Box-Weltmeister Oscar de la Hoya schwer Prügel bezogen.

Der "Golden Boy" aus Mexiko unterlag beim Showdown in Las Vegas überraschend dem Filipino Manny Pacquiao nach technischem K. o. am Ende der achten Runde.

Nach der sechsten Niederlage im 45. Profikampf, in dem viel Geld, aber kein Titel auf dem Spiel stand, steht der 35-Jährigen de la Hoya möglicherweise vor dem Ende seiner Karriere.

"Ich war platt und hatte den Sieg nicht in mir. Mein Herz will weiterboxen, aber wenn die physischen Voraussetzungen nicht mehr da sind, muss man sehen, wie es weitergeht", sagte de la Hoya, der nach der achten Runde nicht in den Ring zurückgekehrt war.

De la Hoya ohne Chance

Zuvor hatte er gegen den WBC-Leichtgewichts-Weltmeister Pacquiao, der für den Fight sechs Kilogramm zugelegt hatte, von Beginn an auf verlorenem Posten gestanden.

Die Entscheidung fiel dann in der siebten und achten Runde, als der Filipino mit einigen Kombinationen de la Hoya schwer zusetzte.

De la Hoya, der als erster Boxer WM-Titel in sechs verschiedenen Gewichtsklassen gewinnen konnte, verlor nach den Pleiten gegen Pacquiao, Floyd Mayweather Jr., Bernard Hopkins und Shane Mosley damit vier seiner vergangenen acht Kämpfe.

Pacquiao weist nach seinem Sieg eine Bilanz von 48 Siegen (36 durch K.o.), drei Niederlagen und zwei Unentschieden auf.

Gegen Pacquiao war für de la Hoya aber nochmal Zahltag. Der Mexikaner kassierte für den Fight 22 Millionen Dollar. Die Hälfte strich Pacquiao ein, der nun auf einen Kampf gegen den Briten Ricky Hatton spekuliert.

Pacquaio neuer Volksheld

Insgesamt wurden bei dem Duell in der mit 18.000 Zuschauern ausverkauften Grand Garden Arena des MGM-Hotels 100 Millionen Dollar umgesetzt. Nur der Kampf zwischen de la Hoya und Floyd Mayweather Jr. (120 Millionen Dollar) hatte mehr in die Kassen eingespült (Alle Box-News).

Pacquiao wurde in seiner Heimat, wo der 29-Jährige schon vor dem Fight als Nationalheld galt, frenetisch gefeiert. Während des Duells mit de la Hoya waren die Straßen Manilas nahezu menschenleer.

Ein Polizeichef teilte mit, dass die Kriminalitätsrate vor und während des Kampfes auf null Prozent fiel.

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