vergrößernverkleinern
Alter oder neuer Weltmeister? Wladimir Klitschko (l.) und Hasim Rahman © getty

Vor der Titelverteidigung am Samstag gegen Hasim Rahman gibt sich Wladimir Klitschko selbstbewusst. Sein Gegner setzt auf Erfahrung.

Ludwigshafen - Auf der einen Seite Kühlschränke, auf der anderen Seite Plasma-Fernseher - und dazwischen mehrere hundert Schaulustige sowie zwei Profi-Boxer, die mit markigen Worten ihren Anspruch auf den Weltmeistertitel im Schwergewicht untermauerten.

Bei der Pressekonferenz vor dem Kampf zwischen Titelverteidiger Wladimir Klitschko und US-Herausforder Hasim Rahman am Samstag in Mannheim (23 Uhr) bedienten beide Kämpfer in einem Ludwigshafener Elektronik-Großmarkt mit K.o.-Ankündigungen die Erwartungen an den Kampf.

"Ich bin auf zwölf Runden vorbereitet. Aber eindeutig siegen bedeutet frühzeitig siegen. Es kann in jeder Runde passieren. Ich werde versuchen, den Kampf so eindeutig zu gewinnen, wie ich kann", erklärte Klitschko, der die Titel der Weltverbände IBF und WBO aufs Spiel setzt.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, hat sich der in Hamburg lebende Ukrainer, der 51 seiner 54 Profikämpfe gewann, sechs Wochen auf Mallorca vorbereitet.

Stewart: "Ein gefährlicher Gegner"

"Wladimir hat sehr konzentriert gearbeitet. Er weiß, was Rahman kann und nimmt ihn sehr ernst. Wir haben großen Respekt vor Rahman, denn er ist ein gefährlicher Gegner", meinte Klitschkos Trainer Emanuel Stewart.

Der Coach weiß, wovon er spricht. Schließlich kassierte Stewarts früher Schützling Lennox Lewis im April 2001 eine K.o.-Niederlage gegen den heute 36 Jahre alten Fighter aus Baltimore und musste seine WM-Gürtel an Rahman abgeben.

Letzte Chance für Rahman

Auch Klitschko kennt die Vorzüge des IBF-Pflichtherausforderers, der als Ersatz für den verletzten russischen Olympiasieger Alexander Powetkin mit dem Ukrainer in den Ring steigt.

"Er ist ein echte Herausforderung. Für ihn ist es wahrscheinlich die letzte Chance auf den Titel. Er ist sicher nicht gekommen, um zu verlieren", sagte der 32-Jährige, der vor seinem 15. WM-Kampf steht.

Erfahrung als Faustpfand

Einen WM-Kampf mehr hat Rahman auf dem Buckel. Der Ex-Weltmeister will seine große Erfahrung in die Waagschale werfen, um als Champion in die USA zurückzukehren.

"Ich habe aus der Vergangenheit gelernt und bin sehr gut vorbereitet. Noch ist die Gegend hier Klitschko-Land, aber ab Sonntagmorgen wird es Rahman-Land sein. Ich werde frühzeitig gewinnen", sagte Rahman, der 45 seiner 54 Profikämpfe gewinnen konnte.

Bowe gibt Comeback

Der übertragende TV-Sender RTL hält allerdings nicht viel von den Ankündigungen des Herausforderers und stellte den Kampf, bei dem 14.000 Zuschauern in der Mannheimer Arena erwartet werden und der in 113 Länder übertragen wird, unter das Motto: "Dr. Klitschk. o. - der nächste, bitte."

Doch nicht nur Klitschko und Rahman sollen die Zuschauer in Mannheim begeistern. Auch das Comeback des bereits 41 Jahre alten Ex-Weltmeister Riddick Bowe sorgt für Spannung. Der US-Amerikaner trifft dreieinhalb Jahre nach seinem bisher letzten Kampf auf den Berliner Gene Pukall.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel