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David Haye hat in 26 Profi-Kämpfen 23 durch Knockout gewonnen © getty

Kurz vor dem Kampf des Jahres verlangt Haye einen neuen Ringrichter. Beim offiziellen Training lässt er sich nicht provozieren.

Hamburg - Das vorletzte Aufeinandertreffen vor dem Box-Mega-Fight am Samstag in Hamburg zwischen Wladimir Klitschko und David Haye verlief ohne größere Zwischenfälle.

Auch wenn sich das Haye-Lager weitere Störfeuer nicht verkneifen konnte und einen neuen Ringrichter fordert.

Beim öffentlichen Training vor etwa 250 Zuschauern sparten sich die Schwergewichts-Kontrahenten vor dem Titel-Vereinigungskampf allerdings neue größere Scharmützel.

Nur Klitschko versuchte kurz, den "Hayemaker" aus der Reserve zu locken.

Als der 30 Jahre alte Engländer nach seinem zehnminütigen lockeren Training mit seinem Manager Adam Booth den Ring verließ und gehen wollte, rief ihm Wladimir hinterher: "Geh' nicht, sieh' dir lieber mein Training an."

Klitschko will Jubiläums-K.o.

Doch Haye ließ sich nicht provozieren, schaute bei Klitschkos Einheit noch kurz zu und ging trotzdem vorzeitig wieder.

Klitschko hingegen verfolgte aufmerksam jede Bewegung des Linksauslegers und studierte den Gegner gemeinsam mit Bruder Vitali ganz genau.

"Ich freue mich auf die große Show und bin perfekt vorbereitet", sagte der 35 Jahre alte Ukrainer, der gegen den Engländer am liebsten seinen 50. K.o.-Sieg feiern will.

Zum letzten Mal vor dem Kampf des Jahres treten sich beide Boxer am Freitag beim offiziellen Wiegen gegenüber.

Tausch des Ringrichters gefordert

Vorher muss allerdings das vom Haye-Lager gelegte Störfeuer gelöscht werden.

Drei Tage vor dem Titel-Vereinigungskampf hat Haye mit seinem Team einen Tausch des Ringrichters gefordert.

Der für den Boxkampf des Jahres vorgesehene US-Amerikaner Genaro Rodriguez habe bereits vier Kämpfe von Klitschko geleitet und stehe daher unter dem Verdacht der Befangenheit, sagte das Lager des WBA-Champions Haye.

[kaltura id="0_24nz2eww" class="full_size" title="Haye spuckt gro e T ne"]

Rückzug eines Gürtels?

Die Verbände WBO und IBF, deren Titel der Ukrainer Klitschko hält, haben Rodriguez aber bereits zugestimmt.

Einzig von der WBA gibt es noch keine offizielle Bestätigung.

Haye-Manager Adam Booth machte klar, dass im Falle einer Ablehnung von Rodriguez seitens der WBA nur um die Titel nach Version der WBO und IBF geboxt würde.

"Das ist doch alles Quatsch"

Anstelle von Rodriguez fordert das Lager des 30-jährigen Haye den Puerto Ricaner Luis Pabon.

"Das ist doch alles Quatsch. Pabon hat zwei der letzten drei Haye-Kämpfe geleitet. Wenn überhaupt müssten sie ja einen Ringrichter fordern, der noch nie einen Kampf von Klitschko oder Haye geleitet hat", sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte und fügte an:

"Solche Kämpfe sollen von den besten Ringrichtern geleitet werden. Da bleibt es nicht aus, dass ein Richter schon einmal einen Kampf von einem der Kontrahenten geleitet hat."

Ein offizielle Frist für die endgültige Ansetzung des Ringrichters nannte Bönte nicht: "Aber es muss ja praktikabel sein und ein neuer Richter müsste rechtzeitig vor dem Kampf hier sein."

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