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Christine Theiss ist amtierende Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen © getty

Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss besteht außerhalb des Rings einen Kampf. Die attraktive Münchnerin hat promoviert.

Von Jürgen Blöhs

München - Die Doppelbelastung hat ein Ende: Mitten in die Fertigstellung ihrer Doktorarbeit musste sich Christine Theiss auf die Verteidigung ihres WM-Titels in der Klasse bis 60 kg vorbereiten.

Mit Erfolg: Die 28-Jährige besiegte Herausforderin Kata Satorhegyi aus Ungarn vorzeitig in der neunten Runde.

Eine knappe Woche nach dem WM-Kampf musste die Kickboxerin ihre Doktorarbeit vor ihren Professoren verteidigen.

Theiss hatte sich des Themas "Stammzellentherapie nach Herzinfarkt" angenommen.

Mit summa cum laude bestanden

Auch diese Hürde nahm die Münchnerin mit Bravour: Summa cum laude war der Lohn nach fünfeinhalb Jahren büffeln.

Damit darf sich die kämpfende Ärztin jetzt offiziell "Frau Doktor" nennen ? die Klitschkos lassen grüßen.

"Unserem Sport konnte nichts Besseres passieren"

"Unserem Sport konnte nichts Besseres passieren. In Deutschland haben Personen wie Boxer Henry Maske, Formel-1-Ikone Michael Schuhmacher und Skispringer Martin Schmitt ihre Sportarten populär gemacht ? alle keine Bad Boys."

"Dasselbe verkörpert auch Christine. Sie hat eine Weiße Weste und darüber hinaus eine akademische Ausbildung", so Mladen Steko, der sich freut, dass Theiss weiterhin in den Ring steigen wird.

Der Trainer und Manager ist sicher ist, dass Theiss ihre Gewichtsklasse nun noch deutlicher beherrschen wird, da sie den Kopf frei habe.

"2009 noch erfolgreicher"

"Wir haben seit über einen Jahren großen Erfolg mit Christine Theiss, doch glauben wir, das das Jahr 2009 noch erfolgreicher wird", so der Trainer und Manager.

Theiss gilt als Hoffnungsträgerin für ihren Sport. Die kämpfende Ärztin soll helfen, das Kickboxen populärer zu machen, auch wenn sie gerade einen finanziellen Rückschlag hinnehmen musste.

Theiss bald im TV?

"Nachdem vor kurzem ihr Sponsor aus wirtschaftlichen Gründen den Vertrag auflösen musste, haben wir es geschafft, innerhalb eines Monats potenzielle Sponsoren zu gewinnen. Wir stehen kurz vor der Entscheidung, mit welchem Sponsor wir eine Kooperation eingehen", so Ex-Weltmeister Steko.

Und dann gilt es noch einen Traum zu verwirklichen: "Wir führen derzeit Verhandlungen mit großen Fernsehsendern wegen der Live-Ausstrahlungen von Christines Kämpfen", verrät Steko.

Wenn das klappen sollte, wäre die Medizinerin nicht nur akademisch auf den Spuren der Doktoren Klitschko.

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